05.11.2020 Branche | Produkte

Junge Anleger wollen nach­haltige Kapital­anlagen

Der vielbeschworene Trend zu mehr Nachhaltigkeit bei der Geldanlage ist vor allem bei jungen Anlegern festzustellen. Mit zunehmendem Alter schwindet der Einfluss von Kriterien wie Umweltschutz, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung auf die Investitionsentscheidung.

Die Überzeugung, dass mit Nachhaltigkeit auch Rendite zu erwirtschaften ist, ist in den vergangenen Jahren gewachsen. (Foto: Zurich Gruppe Deutschland)
Die Überzeugung, dass mit Nachhaltigkeit auch Rendite zu erwirtschaften ist, ist in den vergangenen Jahren gewachsen.
(Foto: Zurich Gruppe Deutschland)

Nachhaltige Kapitalanlagen werden unter privaten Investoren vor allem von der jüngeren Generation nachgefragt.  Sie zeigt das mit Abstand größte Interesse an Anlageprodukten, die vorrangig an den Faktoren Umwelt, Soziales und Unternehmensführung ausgerichtet sind. Das geht aus der nun veröffentlichten Studie „Wie halten es die Anleger mit der Nachhaltigkeit?” des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervor. Auf die Frage, ob bei neuen Kapitalanlagen, die in den kommenden zwölf Monaten geplant sind, Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt werden sollen, antworteten in der Gruppe der 16- bis 25-Jährigen mit 47 Prozent doppelt so viele Befragte mit „Ja“ wie in den beiden ältesten Alterskohorten.

Kennzeichnung nachhaltiger Anlageprodukte gefordert

 

Mit zunehmendem Alter sinkt der Anteil jener ab, die künftig ihre Anlageentscheidungen an Nachhaltigkeitskriterien ausrichten wollen. „Zweifelsohne verfügen 16- bis 25-Jährige über deutlich weniger finanziellen Spielraum für die Kapitalanlage als Ältere. Aber es besteht die Hoffnung, dass Jüngere zum Beispiel über das regelmäßige Sparen mit kleineren Beträgen in die nachhaltige Kapitalanlage hineinwachsen”, sagt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern zu dem Befragungsergebnis. Es werde von den Anbietern solcher Anlageprodukte abhängen, ob und inwieweit junge Menschen für nachhaltige Investments gewonnen werden können. „Dazu gehören neben einer gezielten Ansprache der jungen Generation auch einfach einzurichtende Sparverträge und vor allem eine klare und zweifelsfreie Kennzeichnung nachhaltiger Anlageprodukte.” Letzteres geht ebenfalls aus der repräsentativen Umfrage, die INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt hat, hervor.

Eine Leitfrage der Studie: „Haben Sie vor, bei neuen Anlagen, die Sie in den kommenden zwölf Monaten vornehmen möchten, Nachhaltigkeitskriterien zu berücksichtigen?“ (Quelle und Grafik: DIA)
Eine Leitfrage der Studie: „Haben Sie vor, bei neuen Anlagen, die Sie in den kommenden zwölf Monaten vornehmen möchten, Nachhaltigkeitskriterien zu berücksichtigen?“ (Quelle und Grafik: DIA)

Weitere Artikel

Listing

17.11.2020 Branche | Produkte

Bayerische und LV 1871 wollen Überschussbeteiligung stabil halten

Erste Lebensversicherer geben stabile Verzinsungen für Lebensversicherungskunden im Jahr 2021 bekannt. Die Bekanntmachung der Allianz wird weiter mit Spannung erwartet.

> weiterlesen
Listing

12.11.2020 Branche | Produkte

Studie: Corona steigert Interesse an privater Alters­vorsorge

Das Interesse der privaten Altersvorsorge ist durch die Corona-Pandemie gestiegen. Die Aufmerksamkeit stieg insbesondere bei Geringverdienern und Menschen mit geringer formaler Bildung. Das zeigt die jährliche Untersuchung der Continentale.

> weiterlesen
Listing

10.11.2020 Branche | Produkte

GDV fordert Verein­fachungen bei Solvency II

Der GDV kritisiert die derzeitige Solvency II-Praxis. In den Unternehmen unnötig gebundenes Kapital fehle für Investitionen. Der Verband plädiert für weniger komplexe Berichtsregeln und Kapitalanforderungen, die sich stärker an den realen Risiken orientieren.

> weiterlesen