Starkes Beitragsplus: ARAG überspringt Drei-Milliarden-Marke
Das Geschäftsjahr 2025 lief für den Rechtsschutzversicherer ARAG erneut erfolgreich. Mit Bruttobeitragseinnahmen von 3,16 Milliarden Euro performte der Konzern noch besser als zunächst erwartet. Auch beim Jahresüberschuss verbuchte das Haus – nach einem Minus im Vorjahr – ein deutliches Plus. ARAG-Chef Dr. Renko Dirksen spricht bei der Vorstellung der Bilanzzahlen von einer „souveränen Performance“.

(Foto: ARAG)
Im Dezember vergangenen Jahres hatte das ARAG-Management es bereits prognostiziert: Der Versicherungskonzern werde seine Wachstumsziele im Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich deutlich übertreffen (FOCUS MONEY-Versicherungsprofi berichtete). Tatsächlich lief es für den Rechtsschutzspezialisten sogar noch etwas besser als erhofft. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der ARAG-Konzern Bruttobeitragseinnahmen von 3,16 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von gut 340 Millionen Euro oder 13,2 Prozent. Ursprünglich war man von einem Zuwachs um 12,5 Prozent ausgegangen.
Nach einem Rückgang im Jahr zuvor konnte sich auch das versicherungstechnische Ergebnis wieder verbessern. Es stieg von 96 Millionen Euro auf 105 Millionen Euro – blieb aber noch unter dem Niveau von 2023 (138 Millionen Euro). Beim Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erzielten die Düsseldorfer einen Gewinn von knapp 150 Millionen Euro gegenüber 141 Millionen Euro im Vorjahr. Auch beim Jahresüberschuss des Konzerns ging es nach einem Minus in 2024 zuletzt um 17 Prozent aufwärts: von 76 Millionen Euro auf 89 Millionen Euro. Dies sei ein gutes Niveau, hieß es bei der Bilanzvorlage im ARAG Tower.
Wegmarke fünf Jahre früher erreicht
„Die ARAG hat im vergangenen Geschäftsjahr eine souveräne Performance gezeigt. Das Unternehmen ist erneut kräftig gewachsen und hat seine Ergebnisse weiter verbessert. Unser Wachstumsziel von drei Milliarden Euro Beitragseinnahmen ist bereits übertroffen. Damit haben wir diese Wegmarke fünf Jahre früher erreicht als geplant“, erläuterte Dr. Renko Dirksen, Vorstandsvorsitzender der ARAG SE.
Ähnlich deutlich legte das Deutschlandgeschäft zu: Im Inland konnte das Haus somit Beitragseinnahmen von 1,75 Milliarden Euro verbuchen (plus 13 Prozent). Außerhalb Deutschlands erreichten die Einnahmen 1,41 Milliarden Euro und lagen damit um 13,5 Prozent über dem Wert von 2024. Ende 2025 hatte der Konzern insgesamt 14 Millionen Verträge in seinem Bestand. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 90,6 Prozent auf 89,4 Prozent. Dabei legten die Leistungen für Versicherungsfälle von 1,5 Milliarden Euro auf mehr als 1,6 Milliarden Euro zu.
Ungebrochen hoch: Nachfrage in der Krankensparte
Wachstumstreiber waren weiterhin das Rechtsschutz- und das Krankenversicherungsgeschäft. Das Rechtsschutzsegment, die größte Einheit im Konzern, lieferte ein erneut starkes Beitragsplus von 11,5 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro. Die hohe Nachfrage in der privaten Krankenversicherung war auch im Jahr 2025 ungebrochen. Die ARAG Krankenversicherung erzielte ein Beitragsplus von 18,4 Prozent und damit insgesamt 886,3 Millionen Euro an Bruttobeitragseinnahmen. Das Kompositsegment wuchs ebenfalls kräftig – um 10,9 Prozent auf insgesamt 430 Millionen Euro.
Ausblick: Konzern bleibt weiter auf Wachstumskurs
Auch das aktuelle Geschäftsjahr startete für die Nordrhein-Westfalen erfreulich: Im ersten Quartal 2026 erzielte die ARAG ein Beitragsplus von zehn Prozent und verbuchte insgesamt bereits 956 Millionen Euro an Einnahmen. Das Deutschlandgeschäft wuchs von Januar bis März um neun Prozent. Wieder legte dabei das Krankenversicherungsgeschäft am kräftigsten zu (plus 15 Prozent). Das deutsche Rechtsschutzgeschäft kletterte um zwölf Prozent. Bei den Prämien im internationalen Geschäft ging es um elf Prozent aufwärts. „Wirtschaftlicher Erfolg ist für die ARAG kein Grund für eine ruhigere Gangart. Wir blicken mit Zuversicht nach vorn. Unser robustes Geschäftsmodell, unsere Innovationskraft, eine starke Marktposition und ein erstklassiges Team bilden die Grundlage für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung der ARAG“, ist Dirksen überzeugt.
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