02.11.2020 Digital

Digitalversicherer Getsafe bringt Kfz-Versicherung

Das Insurtech Getsafe erweitert sein Produktportfolio. Die Kfz-Versicherung ist komplett auf Abschluss, Verwaltung und Schadenmeldung per Smartphone ausgelegt. Die Absicht, Daten über das Fahrverhalten zu sammeln, verhehlt der Anbieter nicht.

Digital, Direkt: Die App-basierte Kfz-Versicherung des Insurtechs richtet sich an eine junge, digitalaffine Zielgruppe. (Foto: Tumisu/Pixabay )
Digital, Direkt: Die App-basierte Kfz-Versicherung des Insurtechs richtet sich an eine junge, digitalaffine Zielgruppe.
(Foto: Tumisu/Pixabay )

Der digitale Versicherungsanbieter Getsafe erweitert seine Palette um ein Kfz-Produkt. Das Insurtech aus Heidelberg sieht in dem neuen Produkt die erste, konsequent für das Smartphone optimierte, Autoversicherung. Die Verwaltung der Police läuft über eine App. Erst im Februar 2020 hatte Getsafe eine Lizenz für die Schaden- und Unfallversicherung bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt. Das Start-up setzt auf eine junge, digitalaffine Zielgruppe. Vermittler spielen keine Rolle und bleiben beim Vertrieb außen vor.

„Die Autoversicherung ist in Deutschland mit knapp 30 Milliarden Euro Prämie eine der größten Versicherungssparten – für uns ein Meilenstein, denn wir haben nun eine der wichtigsten Sachversicherungen im Portfolio,“ sagt Christian Wiens, CEO und Gründer von Getsafe. Neben persönlichen Gesprächen und Befragungen sei auch direktes Feedback aus der App in die Produktgestaltung eingeflossen. Für die Kfz-Versicherung kooperiert Getsafe mit iptiQ, dem White-Label Versicherer der Swiss Re.

Mitversicherung bis zu fünf Fahrern kostenlos


 
Die neue Autoversicherung bietet einen täglich kündbaren Schutz. Mit wenigen Klicks können Kunden die Police auf dem Smartphone abschließen, einen Schaden melden und ihren Versicherungsschutz in Echtzeit verwalten. Autobesitzer können bis zu fünf weitere Fahrer kostenlos mitversichern. Der stark technologische Ansatz legt laut Anbieter den Grundstein, um in Zukunft mit Millionen anonymisierter Smartphone-Daten Unfälle und gefährliches Fahrverhalten frühzeitig zu analysieren, zu erkennen und zu vermeiden. Verbraucherschützer sehen diese Praxis kritisch.


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