14.04.2020 Produkte

Sprechstunde und Überweisung per App

Die R+V Krankenversicherung kooperiert mit dem Start-up „TeleClinic“. Vollversicherten werden Ärzte für eine digitale Sprechstunde vermittelt.

Von zu Hause mit dem Arzt sprechen ist ein Beitrag zum Infektionsschutz. (Foto: © agenturfotografin - stock.adobe.com)
Von zu Hause mit dem Arzt sprechen ist ein Beitrag zum Infektionsschutz.
(Foto: © agenturfotografin - stock.adobe.com)

Die R+V Krankenversicherung hat seit dem 1. April ihr Leistungs-Portfolio in der Vollversicherung durch eine Kooperation mit dem Online-Ärztevermittler „TeleClinic“ aus München erweitert. Mit dem gleichnamigen Angebot haben Kunden per Telefon, Video oder Chat eine digitale Alternative zum persönlichen Arztbesuch. Die Leistung kommt zum richtigen Zeitpunkt, finden persönliche Arztbesuche durch die Corona-Pandemie doch unter deutlich erschwerten Bedingungen statt. Mit der digitalen Sprechstunde werden Ansteckungen im Wartezimmer vermieden.

Digitale Sprechstunde

 

Von dem Angebot erhofft sich die R+V auch eine Attraktivitätssteigerung ihrer Primärarzttarife. Denn alle der mehr als 250 Mediziner aus rund 30 Fachrichtungen im Netzwerk der „TeleClinic“ gelten als Primärarzt – egal, welche Fachrichtung sie haben. Die R+V-Kunden brauchen somit keine separate Überweisung für die Online-Fachärzte. Falls erforderlich, können die Telemediziner auch eine Überweisung an einen anderen Facharzt ausstellen. Sie stellen ebenfalls Rezepte aus und können auch krankschreiben. Vermittelt werden durchweg niedergelassene Fachärzte mit Sitz in Deutschland, die seit mindestens fünf Jahren approbiert sind. Medizinische Fragen lassen sich dank der App von „TeleClinic“ auch am Wochenende und von unterwegs klären und das rund um die Uhr.

Nutzung per App

 

Um das Angebot zu nutzen, müssen sich R+V-Kunden über die App oder Homepage der „TeleClinic“ anmelden. Anschließend schildern sie telefonisch oder in einem Online-Formular ihr medizinisches Anliegen und erhalten dann einen Termin bei einem passenden Arzt. Dieser meldet sich zur verabredeten Zeit per Telefon oder Video. Überweisung, Krankschreibung oder das Rezept werden fallweise digital direkt in die App hochgeladen. Verordnete Medikamente können über eine von 7000 Partnerapotheken bezogen oder über eine Versandapotheke nach Hause bestellt werden.

In Zeiten der Corona-Krise wollen viele Menschen den Gang zum Arzt vermeiden. Durch eine vollständig digitalisierte Sprechstunde bis hin zum Online-Versand von Medikamenten ist dies nun möglich. (Quelle: R+V)
In Zeiten der Corona-Krise wollen viele Menschen den Gang zum Arzt vermeiden. Durch eine vollständig digitalisierte Sprechstunde bis hin zum Online-Versand von Medikamenten ist dies nun möglich. (Quelle: R+V)

Drei Fragen an:

Foto: R+V
Nina Henschel, Vorstandsmitglied R+V Krankenversicherung AG

Welche Perspektiven hat Telemedizin?

Generell ist Telemedizin ein stark wachsendes Feld. Die „TeleClinic“ als zusätzliches Angebot für alle Vollversicherten der R+V Krankenversicherung trifft aktuell genau den Nerv der Zeit und die Anfragen haben deutlich zugenommen. Es ist zeitlich nicht befristet und unabhängig von Corona.

Welche Zielgruppen wollen Sie konkret ansprechen?

Wir erwarten, dass sowohl technikaffine Kunden als auch Menschen, die Einschränkungen bei der Mobilität haben, dieses Angebot bevorzugt nutzen werden. Und gerade in der aktuellen Zeit stellt die digitale Sprechstunde speziell bei infektiösen Erkrankungen einen echten Vorteil dar.

Sind die Ärzte in dem Netzwerk jetzt nicht stärker belastet als sonst?

Ja, aber hier zeigen sich die Vorteile eines Start-ups. Die steigenden Anrufzahlen werden aktuell sehr schnell durch das Onboarding weiterer Ärzte und zusätzlicher Technik kompensiert.


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