25.07.2024 Sparten/Produkte

Bilanz: Rekordhoch bei Blitzschäden

Die Regulierung von Blitzschäden an Wohnhäusern und Gebäuden hat 2023 in Deutschland ein Rekordniveau erreicht, meldet der Branchenverband GDV. Der deutliche Anstieg der Schadenssummen, die von den Versicherungen reguliert wurden, ist auf die zunehmende technische Ausstattung der Immobilien zurückzuführen.

Die Schäden durch Blitze haben in Deutschland 2023 ein Rekordhoch erreicht. (Foto: Andre Furtado/Pexels)
Die Schäden durch Blitze haben in Deutschland 2023 ein Rekordhoch erreicht.
(Foto: Andre Furtado/Pexels)

Im vergangenen Jahr sind die Blitzschäden an Wohnhäusern und Gebäuden auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten gestiegen. Nach Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zahlten Hausrat- und Wohngebäudeversicherer in Deutschland insgesamt 330 Millionen Euro für 220.000 Blitz- und Überspannungsschäden – ein Plus von 80 Millionen Euro gegenüber 2022. Die Ursache für diesen Anstieg liegt weniger in einer außergewöhnlich hohen Zahl an Blitzen, sondern vielmehr im gestiegenen Wert der verbauten Technik in den Gebäuden, so Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des GDV. Der durchschnittliche Blitzschaden ist mit 1.460 Euro der höchste seit Beginn der GDV-Statistik im Jahr 1988.

Typische Blitzschäden und ihre Abdeckung

 

Gängige Schäden durch Blitzeinschläge umfassen verschmorte Steckdosen, defekte Computer und beeinträchtigte Heizungssteuerungen. Während die Wohngebäudeversicherung für Schäden an Dach, Mauerwerk und fest verbauten elektrischen Installationen zuständig ist, deckt die Hausratversicherung Schäden an beweglichem Eigentum wie Computern und Fernsehern ab. Der Umfang der Abdeckung von Überspannungsschäden hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab. Mit einem äußeren und inneren technischen Blitz- und Überspannungsschutz können Schäden weitgehend verhindert werden.

Kein außergewöhnliches Blitzjahr

 

Insgesamt registrierten die Blitzmesseinrichtungen der VdS Schadenverhütung und des Österreichischen Verbands für Elektrotechnik (OVE) in Deutschland im Jahr 2023 rund 195.000 Blitze. Ein Vergleich zum Vorjahr ist nicht möglich, da der Dienstleister gewechselt hat. Die letzten von Siemens veröffentlichten Zahlen zeigen jedoch, dass 2023 zwar häufiger Blitze auftraten als 2022, aber im langjährigen Vergleich war die Häufigkeit nicht ungewöhnlich hoch. Im Jahr 2007 wurden beispielsweise über eine Million Blitze registriert.

Blitzgefahr im Oktober am geringsten

 

Die meisten Blitze in Deutschland werden im August beobachtet. Während der Sommermonate begünstigen hohe Temperaturen am Boden und in niedrigen Luftschichten sowie hohe Luftfeuchtigkeit die Entstehung von Gewittern. Nach Angaben der VdS Schadenverhütung und des OVE wurden im August 2023 rund 64.000 Blitze gezählt, im Oktober mit 235 die wenigsten.


Weitere Artikel

Listing

20.01.2026 Sparten/Produkte

Kfz-Kundenwanderung 2025: ­rund
1,7 Millionen Verträge gewechselt

Studie zeigt: Die Wechselaktivität im Jahresendgeschäft der Kfz-Versicherungsbranche ist weiterhin hoch. KI wird bei Beratung immer relevanter. Aber auch Vermittler bleiben wichtige Ansprechpartner.

> weiterlesen
Listing

20.01.2026 Sparten/Produkte

Unfallversicherung: Skifahrer auf Kollisionskurs

Nicht so häufig, dafür aber teuer: Skiunfälle verursachen rund 280 Millionen Euro Schadenaufwand für die private Unfallversicherung. Vermittler sollten ihren Wintersport-affinen Kundinnen und Kunden die Risiken aufzeigen – das gilt insbesondere für das Pistenvergnügen im Ausland. Welche Policen sinnvoll sind.

> weiterlesen
Listing

16.10.2025 Sparten/Produkte

Elementarschäden: mehr Schutz vor Rückstau

Nach Starkregen-Schäden in Milliardenhöhe setzt die Bayerische in ihrer Wohngebäudeversicherung verstärkt auf Prävention – und bietet ihren Kundinnen und Kunden einen professionellen Rückstau-Check an.

> weiterlesen