07.01.2019 Studien | Tests

Versicherungen im Abonnement

Mit einer dritten Laufzeitversion startet das junge Insurtech-Unternehmen hepster durch. Den Schutz für Laptop & Co. gibt es erstmals im Abo.

Das Start-Up hepster setzt auf digitale Versicherungsabschlüsse im Abonnement. (Foto: Gerd Altmann/Pixabay)
Das Start-Up hepster setzt auf digitale Versicherungsabschlüsse im Abonnement.
(Foto: Gerd Altmann/Pixabay)

Der Newcomer.

Lange Laufzeiten, versteckte Kündigungsfristen und unflexible Verträge schrecken viele Verbraucher ab. Das wissen die Macher des Rostocker Insurtechs hepster. „Hier haben wir einen der wichtigsten Gründe für das häufig negative Image von Versicherungen ausgemacht“, meint hepster-Mitgründerin Hanna Bachmann. Besonders für junge Menschen seien solche Vertragsarten nicht mehr attraktiv, ergänzt die Unternehmerin. Und gerade diese Zielgruppe spricht das Start-up an. Seit eineinhalb Jahren ist hepster bereits mit einer Internetplattform für Versicherungen am Markt. Sie werden ausschließlich digital vertrieben.

Die Innovation.

Ob Action-Cam, Laptop, E-Bike oder Wakeboard – das teure Equipment für Hobbys, Reisen, Job oder Ausbildung braucht flexiblen Schutz. Und das am besten online, von überall und sofort. Genau das bietet das junge Unternehmen und hat Versicherungen für Elektronik, Freizeit- und Sportausrüstung, Reisen und Fahrräder sowie Haftpflichtfälle und Unfälle im Portfolio. Risikoträger sind dabei sieben klassische Versicherer, darunter die Gothaer Allgemeine, die Roland Schutzbrief-Versicherung und die HanseMerkur. Ihre Verträge konnten die Kunden bisher mit fester einjähriger Laufzeit abschließen oder als situativen Schutz, also mit kurzfristigen Laufzeiten von ein bis 30 Tagen. Seit letztem November gibt es von den Rostockern nun eine dritte Version, das sogenannte Abo-Modell. Im Bereich Sachversicherungen ist dies weltweit einmalig, so das Unternehmen.

Um die Laufzeit bestimmen zu können, gibt es drei Vertragsversionen: Der situative Schutz und der Jahresvertrag enden automatisch nach der festgelegten Laufzeit. Beim Abo-Modell verlängert sich der Schutz automatisch bis zur Kündigung. (Quelle: hepster)
Um die Laufzeit bestimmen zu können, gibt es drei Vertragsversionen: Der situative Schutz und der Jahresvertrag enden automatisch nach der festgelegten Laufzeit. Beim Abo-Modell verlängert sich der Schutz automatisch bis zur Kündigung. (Quelle: hepster)

Das Konzept.

Das Prinzip kennen die Kunden bereits von Streaming-Plattformen wie Netflix oder Spotify: Hier stehen zum monatlichen Abo-Preis Serien und Songs bereit. Dieses Konzept überträgt hepster nun auf Versicherungen: Der Kunde zahlt eine monatliche Prämie, und der Vertrag verlängert sich automatisch von Monat zu Monat. Er kann jedoch zum Ende jeder laufenden Versicherungsperiode mit drei Werktagen Frist gekündigt werden. Das gilt zunächst für die Elektronik-, die Ausrüstungs- und die Fahrradversicherung. Weitere Bereiche kommen im ersten Quartal 2019 dazu.

Die Leistungen.

Von der Schule ins Studium, vom Studium in den Beruf – in jungen Jahren ändern sich die Lebensumstände häufiger und mit ihnen der Versicherungsbedarf. „Dank des Abo-Modells kann sich der Kunde nun entsprechend seinen individuellen Bedürfnissen versichern und selbst entscheiden, wie lange der Versicherungsschutz benötigt wird“, erläutert Bachmann. Dies sei besonders für Elektronikversicherungen sinnvoll. Eine solche Police schützt weltweit sowohl eigene als auch geliehene elektronische Geräte. Der Versicherer leistet unter anderem bei Schäden durch Stürze und Brüche, Wasser und Feuchtigkeit, Feuer und Bedienungsfehler sowie bei Akku- und Displayschäden. Eine 1000 Euro teure Kamera lässt sich für sieben Euro im Monat inklusive Diebstahl versichern. Den Schutz für einen 5000 Euro teuren Laptop gibt es im Abo für 21 Euro.

hepster

  • Hepster bietet als Insurtech Versicherungsdienste mit digitaler Technologie an.
  • Das im Mai 2016 gegründete Unternehmen startete im April 2017 mit dem Vertrieb.
  • Zu den Produkten zählen Sachversicherungen für Electronics, Equipment und Bike. 
  • Hepster beschäftigt 30 Mitarbeiter und sitzt in Rostock.
  • Der Bestand umfasst bereits rund 10.000 Endkunden.

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