02.12.2019 Assekuranz

Versicherungsangestellte im Innendienst bekommen mehr Geld

AGV und ver.di einigen sich auf zweistufige Gehaltserhöhung um 4,8 Prozent.

Arbeitgeber und Gewerkschaften konnten sich in der dritten Verhandlungsrunde einigen. (Foto: Gerd Altmann/Pixabay)
Arbeitgeber und Gewerkschaften konnten sich in der dritten Verhandlungsrunde einigen.
(Foto: Gerd Altmann/Pixabay)

Der Arbeitgeberverband Versicherungen (AGV) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben sich in der Nacht auf Samstag (30. November) in ihrer dritten Verhandlungsrunde für die rund 170.000 Versicherungsangestellten des Innendienstes in München auf ein Tarifergebnis geeinigt. Danach steigen die Gehälter der Beschäftigten in zwei Stufen ab dem 1. April 2020 um 2,8 Prozent sowie ab dem 1. Juni 2021 um 2,0 Prozent. Zusätzlich zur Tariferhöhung erhalten die Beschäftigten zum 1. Dezember 2019 eine Einmalzahlung in Höhe von 225 Euro. Die Auszubildenden erhalten zu den gleichen Terminen Vergütungserhöhungen in Höhe von 68 Euro und 30 Euro je Ausbildungsjahr. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 29 Monate bis Ende Januar 2022. Außerdem wurde eine Verhandlungsverpflichtung über die Wahlmöglichkeit für Beschäftigte vereinbart, die Tariferhöhung in freie Tage umzuwandeln.

Ausgebildete mit guten Leistungen sollen nach ihrem Abschluss einen Anspruch auf ein für zwölf Monate befristetes Arbeitsverhältnis erhalten. Dies gelte aber nur für die Laufzeit des neuen Tarifvertrages, also bis 31. Januar 2022. Das ausbildende Unternehmen kann von der Übernahme absehen, sofern die betrieblichen Leistungen und/oder Gründe in der Person oder dem Verhalten des Auszubildenden einer Übernahme widersprechen.

Zufriedene Tarifpartner

 

Die Tarifpartner zeigen sich indes weitgehend zufrieden mit der Einigung. „Die Versicherungsunternehmen haben durch den neuen Tarifvertrag Planungssicherheit bei den Personalkosten für volle zwei Jahre bis Ende 2021", kommentierte AGV-Verhandlungsführer Andreas Eurich. „Der Abschluss sichert den Beschäftigten eine Reallohnsteigerung und sorgt dafür, dass die Versicherungsbeschäftigten nicht von anderen Branchen abgekoppelt werden", betonte ver.di-Verhandlungsführerin Martina Grundler. Die Möglichkeit, Tariferhöhungen in zusätzliche freie Tage umzuwandeln, sei ein deutlicher Zugewinn für die Beschäftigten. Die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi hat dem Ergebnis bereits zugestimmt.

 


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