18.10.2019 Branche

Zahl der Autodiebstähle auf Rekordtief

Im Vergleich zum Vorjahr wurden 14 Prozent weniger Fahrzeuge als gestohlen gemeldet. Laut GDV-Statistik stieg aber der Schaden pro Kfz, da besonders SUVs besonders im Fokos von Dieben stehen.

Der weitere Rückgang bei Fahrzeiugdiebstählen ist eine gute Nachricht. (Foto: TheDigitalWay/Pixabay)
Der weitere Rückgang bei Fahrzeiugdiebstählen ist eine gute Nachricht.
(Foto: TheDigitalWay/Pixabay)

Autodiebe haben im vergangenen Jahr 15.037 kaskoversicherte Autos gestohlen. Das waren 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Pkw-Diebstähle sank damit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Mitte der 90er-Jahre hatten die Versicherer noch rund 100.000 Diebstähle pro Jahr registriert.

Weiter gestiegen ist hingegen der wirtschaftliche Schaden für die Bestohlenen: Nach dem nun veröffentlichten Kfz-Diebstahlreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zahlten die Versicherer für jeden Diebstahl im Durchschnitt mehr als 19.800 Euro (plus sieben Prozent). Insgesamt verursachten Autodiebe im Jahr 2018 Schäden von 298 Millionen Euro.

Jeder fünfte Diebstahl passiert in Berlin

 

Im Vergleich der Bundesländer und Großstädte hatte Berlin erneut die mit Abstand höchste Diebstahlrate. Hier wurden im Laufe des vergangenen Jahres 2877 Pkw gestohlen, die Diebstahlquote lag bei 3,1 von 1000 kaskoversicherten Pkw. Ebenfalls vergleichsweise hohe Diebstahlraten ergaben sich für Leipzig (1,5), Hamburg (1,4) und Hannover (1,0). Deutlich geringer war die Diebstahlgefahr im Süden der Republik. So wurden in Bayern und Baden-Württemberg zusammen nicht einmal halb so viele Autos geklaut wie allein in Berlin.

Bei den Kriminellen hoch im Kurs standen insbesondere SUVs und teure Limousinen. Das 2018 am häufigsten gestohlene Modell war der Mazda CX-5 2.2 D AWD; unter den „Lieblingen der Autodiebe“ fanden sich gleich mehrere X-Modelle von BMW.

 

 


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