02.11.2020 Recht | Ratgeber

Warum der Einbruchschutz für Wohnungs­eigentümer einfacher wird

Dank einer Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes können Beschlüsse für Umbauten und Nachrüstungen an Häusern in Zukunft leichter beschlossen werden. Der GDV verspricht sich davon einen besseren Schutz vor Einbrechern.

Dank vielfältiger Sicherheitsmaßnahmen können Wohnhäuser heutzutage immer besser geschützt werden. Die Zahl von Einbrüchen geht bereits stetig zurück. (Foto: © Maksym Yemelyanov - stock.adobe.com)
Dank vielfältiger Sicherheitsmaßnahmen können Wohnhäuser heutzutage immer besser geschützt werden. Die Zahl von Einbrüchen geht bereits stetig zurück.
(Foto: © Maksym Yemelyanov - stock.adobe.com)

Die Bundesregierung vereinfacht den Einbruchschutz für Wohnungseigentümer. Umbauten können nun mit der Zustimmung einer einfachen Mehrheit der Wohnungseigentümer umgesetzt werden. Eine entsprechende Reform des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) hat der Bundestag beschlossen. Sie gilt ab Anfang Dezember. Das berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Durch die Neuerung werden auch Einbau und Nachrüstung einbruchhemmender Maßnahmen für Wohneigentumsgemeinschaften vereinfacht. Das gilt beispielsweise für den Einbau von sichereren Haus- und Wohnungseingangstüren, von Nachrüstsystemen für Fenster und von einbruchhemmenden Gittern und Rollläden. „Sinkende Einbruchzahlen zeigen, dass es sich lohnt, in Sicherheitstechnik zu investieren. Wir unterstützen daher die Bemühungen zur Förderung von Einbruchschutz. Dennoch fehlen bislang fest verankerte Mindeststandards für Sicherheitstechnik im Bauordnungsrecht“, sagt Oliver Hauner, Leiter Sachversicherung beim GDV. Immerhin gibt es bereits seit 2014 ein staatliches Förderprogramm der KfW-Bank für Investitionen in den Einbau einbruchhemmender Sicherheitstechnik in Bestandsbauten.

Einbruchzahlen auf Rekordtief

 

Tatsächlich ist laut GDV die Anzahl der Einbrüche in Deutschland in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Mit 95.000 Versicherungsfällen im Jahr 2019 haben sich die Einbruchszahlen im Vergleich zu 2015 fast halbiert. Der Trend dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen. Nach einer ersten GDV-Schätzung könnte die Zahl der Einbrüche 2020 auf ein Rekordtief sinken. Hauptgrund dafür dürfte die Corona-Pandemie sein. Viele Menschen waren oder sind noch immer häufig zuhause durch Homeoffice, Kurzarbeit und Urlaub daheim. Allerdings hat die „Hochsaison“ der Einbrecher mit Beginn der dunklen Jahreszeit gerade erst angefangen.


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