10.12.2019 Sparten/Produkte

Was von der Kostenentwicklung in der PKV zu halten ist

Für Versicherte wird es 2020 teurer. Dabei steht die PKV laut ihres Verbandes im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung immer noch gut da. (Foto: Michael Schwarzenberger/Pixabay)
Für Versicherte wird es 2020 teurer. Dabei steht die PKV laut ihres Verbandes im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung immer noch gut da.
(Foto: Michael Schwarzenberger/Pixabay)

Die kürzlich von Zielke Research Consult verbreitete Nachricht, dass nur 14 von 39 privaten Krankenversicherern mittelfristig die Beiträge stabil halten können, scheint sich zu bestätigen. Kunden erhalte dieser Tage die Schreiben ihrer Versicherer, die über das Beitragsniveau im neuen Jahr informieren. Vermittler glauben, dass die Beitragsanpassungen für 2020 bei vielen Unternehmen verhältnismäßig hoch ausfallen.

PKV-Verband zieht langfristigen Vergleich zu seinem Vorteil

 

Dieser Umstand hat nun auch den Verband der Privaten Krankenversicherung alamiert. Er rückt die Beitragsanpassungen in ein anderes Licht und zieht einen langfristigen Vergleich. Laut einer Pressemitteilung ist die Beitragsbelastung der Versicherten in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pro Kopf in den letzten zehn Jahren stärker gestiegen als in der Privaten Krankenversicherung (PKV). Dies ist das Ergebnis einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP), in der auch die bevorstehenden Steigerungen zum Jahr 2020 bereits einbezogen sind. Von 2010 bis 2020 erhöhten sich demnach die Beitragseinnahmen pro Versicherten in der GKV um 45,6 Prozent und in der PKV um 25,3 Prozent. Das entspricht im Schnitt einem Anstieg pro Jahr um 3,8 Prozent in der GKV und um 2,3 Prozent in der PKV. In der öffentlichen Wahrnehmung suggeriere der konstante GKV-Beitragssatz fälschlicherweise eine stabile Entwicklung, argumentiert der Verband. Die absolute Belastung der Versicherten sei vielmehr gestiegen, weil sich der Beitragssatz auf ein steigendes beitragspflichtiges Einkommen bezieht. 

Grundlage der Berechnungen bilden Daten des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesversicherungsamtes (BVA) sowie des Verbandes der PKV. Die Extrapolation für die GKV für die Jahre 2019 und 2020 beruhen auf Angaben des Schätzerkreises des BVA für die Jahre 2019 und 2020.

 


Weitere Artikel

Listing

16.11.2021 Sparten/Produkte

PKV: Erneut überdurchschnitt­licher Prämienanstieg

Nach dem Beitragsschock dieses Jahres (8,1 Prozent) hat sich der Anstieg etwas abgeflacht. Aber mit durchschnittlich 4,1 Prozent steigen die Prämien für die Private Krankenversicherung auch im kommenden Jahr deutlich.

> weiterlesen
Listing

12.11.2021 Sparten/Produkte

Berlin Direkt launcht OP-Versicherung für Hunde

Die HanseMerkur-Tochter weitet das Angebot in der Tierversicherung aus. Im Premium-Tarif sind auch telemedizinische Behandlungen und die Aufwands­erstattung für eine im Notfall notwendige Hundebetreuung enthalten. Eine Hunde-Krankenversicherung soll zeitnah folgen.

> weiterlesen
Listing

09.11.2021 Sparten/Produkte

Innovativer Zahnzusatz: Schmerzens­geld bei Unfall

Die Stuttgarter kommt mit einer Neuheit auf den Markt: Als erster deutscher Versicherer gewähren die Schwaben für Kunden der Zahnzusatzversicherung „smile!“ ein Unfall-Schmerzensgeld. Verbesserte Leistungen gibt in den höherwertigen Tarifen zudem für Kiefer­orthopädie und Zahnersatz.

> weiterlesen