27.05.2020 Profitipps

Wie versichere ich mein Pedelec richtig?

Selten war das Fahrrad so beliebt wie in Zeiten der Coronakrise. Besonders der Verkauf von hochwertigen Pedelecs boomt. Wer mit den schnellen Flitzern unterwegs ist, sollte über eine Versicherung nachdenken, um sich vor den Folgen von Unfällen oder Diebstahl zu schützen. Ein Überblick:

Pedelec-Fahrer sind oft von anderen Radfahrern nicht sofort zu unterscheiden. Doch wenn Geschwindigkeiten falsch eingeschätzt werden, kann ein Unfall schnell passieren. (Foto: HUK-COBURG)
Pedelec-Fahrer sind oft von anderen Radfahrern nicht sofort zu unterscheiden. Doch wenn Geschwindigkeiten falsch eingeschätzt werden, kann ein Unfall schnell passieren.
(Foto: HUK-COBURG)

Viele Geschäfte sind nach Wiedereröffnung in Corona-Zeiten leer. Die Hygiene- und Abstandsregeln sorgen für große Zurückhaltung im Einzelhandel. In Fahrradgeschäften sieht das jedoch ganz anders aus. Radfahren erlebt gerade einen Boom. Die Ansteckungsgefahr ist gering. Viele andere sportliche Alternativen sind noch nicht wieder möglich. Schon vor Corona waren E-Bikes und Pedelecs immer stärker nachgefragt. Sie liegen preislich zumeist im vierstelligen Bereich, umso wichtiger ist hier der passende Versicherungsschutz. Welche Variante die richtige ist, hängt von der Geschwindigkeit des jeweiligen Modells ab.

Pedelecs mit und ohne Zulassung

 

Bei einem Großteil der Pedelecs handelt es sich um Räder, die eine elektrische Tretunterstützung bis 25 Stundenkilometer liefern. Wie die HUK-COBURG mitteilt, sind diese Pedelecs den Fahrrädern gleichgestellt. Sie lassen sich ohne Zulassung, Führerschein und Versicherungskennzeichen fahren. Das Unfallrisiko ist oft in einer bestehenden Privathaftpflicht-Versicherung kostenlos miteingeschlossen. Ein Blick in die Bedingungen oder ein Gespräch mit dem Versicherer klärt, ob die kostenfreie Mitversicherung wirklich besteht.

Andere Spielregeln gelten für Fahrer der schnellen S-Pedelecs, deren Motorunterstützung erst bei 45 Kilometern pro Stunde endet. Wer sich auf den Sattel eines S-Pedelecs setzt, muss mindestens 16 Jahre alt sein, einen Führerschein der Klasse AM und eine Kfz-Haftpflichtversicherung besitzen. Das dafür notwendige Versicherungskennzeichen gibt es direkt bei der Kfz-Versicherung.

Schutz vor Diebstahl über die Hausratversicherung

 

Genau wie ihre mit Muskelkraft betriebenen Pendants, die Fahrräder, werden auch S-Pedelecs gerne gestohlen. Um dagegen versichert zu sein, brauchen die Fahrer neben der Kfz-Haftpflichtversicherung noch eine Teilkasko-Versicherung. Doch auch für Fahrer der langsameren Varianten ist Diebstahlschutz ein Thema. Verschwinden solche Pedelecs nach einem Einbruch aus dem verschlossenen Keller oder der verschlossenen Einzelgarage, ist das in der Hausratversicherung kostenlos mitversichert.

Anders sieht es beim einfachen Diebstahl aus: Wenn also ein abgeschlossenes Pedelec von der Straße weggestohlen wird. Hier kann in der Regel nur der auf seinen Hausratversicherer zählen, der den Zusatzbaustein Fahrraddiebstahl in seinen Vertrag miteingeschlossen hat. Dieser Schutz greift im Allgemeinen im Rahmen der Außenversicherung auch weltweit und er bezieht alle, fest mit dem Fahrrad verbundenen Teile, wie beispielsweise Sattel oder Räder, mit ein. Allerdings können solche Regelungen von Versicherer zu Versicherer variieren. An dieser Stelle bringt ein Gespräch mit dem eigenen Hausratversicherer Sicherheit.


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