29.07.2021 Sparten/Produkte

Höhere Schäden durch Blitzeinschlag

Trotz rückläufiger Fallzahlen haben die deutschen Hausrat- und Wohngebäude­versicherer mehr Entschädigungen geleistet als im Jahr zuvor. Der GDV aktualisiert die Schadensbilanz durch die Hochwasserkatastrophe.

Teure Haustechnik zieht höhere Schäden durch Blitzeinschlag und Überspannung nach sich. (Foto: blitzmaerker/Pixabay)
Teure Haustechnik zieht höhere Schäden durch Blitzeinschlag und Überspannung nach sich.
(Foto: blitzmaerker/Pixabay)

Rekordtief bei den Fallzahlen, steigende Schadenssummen – die Blitzbilanz 2020 belastet die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer in Deutschland spürbar, meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): „Die Schadensumme ist im Vergleich zu 2019 um zehn auf 260 Millionen Euro gestiegen, obwohl es mit 200.000 Blitz- und Überspannungsschäden so wenige gab wie noch nie seit Einführung der Statistik 1998”, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Teure Haustechnik verantwortlich für steigende Schadensummen

 

Für die Regulierung der Schäden überwiesen die Versicherer 2020 im Durchschnittlich 1300 Euro pro Fall – und damit so viel wie nie. Der GDV führt diese Entwicklung auf eine zunehmend umfangreichere Gebäudetechnik zurück: „Die Häuser und Haushalte sind technisch immer besser ausgestattet”, sagt Asmussen. Nach einem Blitzeinschlag müssten häufig teure Heizungs- oder Jalousien-Steuerungen repariert oder ersetzt werden.

Welche Police bei Blitzschäden zahlt

 

Nach einem Blitzeinschlag übernimmt die Wohngebäudeversicherung Schäden am Dach, Mauerwerk oder Überspannungsschäden an fest eingebauten elektrischen Installationen, wie Heizungssteuerungen. Gedeckt sind auch Aufräumarbeiten und die Sicherung des Grundstücks. Schäden an beweglichem Eigentum in der Wohnung oder im Haus trägt die Hausratversicherung. Dazu zählen etwa Computer, Fernseher oder andere technische Geräte.

Flutkatastrophe – Branchenverband aktualisiert Schadenschätzung

 

Nicht gedeckt sind von der Wohngebäudeversicherung Schäden infolge von Hochwasser- und Starkregen. Hierfür ist der Abschluss einer Elementarschadenversicherung erforderlich. Der GDV hat nun seine vorläufige Schadenschätzung für die Folgen der Flutkatastrophe von Mitte Juli präzisiert. „Wir gehen jetzt von versicherten Schäden zwischen 4,5 Milliarden und 5,5 Milliarden Euro aus”, so Asmussen. In einer ersten Schätzung hatte der Verband eine Größenordnung von vier bis fünf Milliarden Euro nur für Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen genannt, die das Tiefdruckgebiet „Bernd” vom 13. bis einschließlich 18. Juli 2021 verursacht hat.

„Insgesamt dürfte dieses Jahr mit Stürmen, Überschwemmung, Starkregen und Hagel zum schadenträchtigsten Jahr seit 2002 werden”, prognostiziert Asmussen. Damals lag der versicherte Unwetterschaden bei 10,9 Milliarden Euro. Bereits im Juni hatten Starkregen und Hagel einen geschätzten versicherten Schaden von 1,7 Milliarden Euro verursacht.


Weitere Artikel

Listing

18.05.2022 Sparten/Produkte

ADAC: Fahrradschutz für die ganze Familie

Die ADAC Versicherung AG bringt erstmals eine Versicherung für Fahrräder und E-Bikes auf den Markt. Die Police bietet Diebstahl- und Reparaturschutz.

> weiterlesen
Listing

13.05.2022 Sparten/Produkte

Gibt es dank Corona weniger Verkehrsrechtsstreitigkeiten?

Eine Umfrage von Roland Rechtsschutz zeigt, dass sich die Unfallhäufigkeit und daraus resultierende Rechtsstreitigkeiten in der Zeit der Pandemie praktisch nicht verändert haben. Indem sie Geschlecht bzw. politische Orientierung mit Unfällen in Beziehung setzt, scheint die Umfrage eher Klischees zu bedienen.

> weiterlesen
Listing

13.05.2022 Sparten/Produkte

Degenia optimiert Hundehalter-Haftpflicht

In rein rechnerisch wohl um die 90 Varianten bietet die Degenia ihre überarbeitete Hundehalter-Haftpflichtversicherung an. Neben der Größe des Hundes wirkt sich auch das Alter des Halters auf die Prämie aus. Die Online-Variante wird als nachhaltig verkauft.

> weiterlesen