15.02.2022 Sparten/Produkte

Jeder Fünfte ohne Privathaftpflicht

EIne Umfrage von YouGov im Auftrag des Vergleichsportals Check24 offenbart den hohen Anteil nachlässiger Privatpersonen. Dabei gilt die Privathaftpflichtversicherung als unverzichtbares „Must-have“.

Wer keine Haftpflichtversicherung besitzt, haftet bei selbst verursachten Schäden gegenüber Dritten mit seinem Privatvermögen (Foto: © skywalk154 - stock.adobe.com)
Wer keine Haftpflichtversicherung besitzt, haftet bei selbst verursachten Schäden gegenüber Dritten mit seinem Privatvermögen
(Foto: © skywalk154 - stock.adobe.com)

Versicherer, Vermittler und Verbraucherschützer sind sich einig: Die private Haftpflichtversicherung (PHV) zählt zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Für einen überschaubaren Beitrag bietet sie Schutz vor existenziellen finanziellen Risiken. Schließlich gilt: Wer anderen einen Schaden zufügt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe mit dem gesamten Vermögen. Bei Personenschäden – etwa wenn man als Radfahrer oder Fußgänger einen folgenschweren Unfall verursacht hat – kann das in die Millionen gehen.

Wechselmuffel verpassen Tarif-Upgrades

 

Dennoch hat jeder Fünfte in Deutschland keine Privathaftpflicht abgeschlossen. Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag von Check24. Auch die Wechselbereitschaft scheint nicht besonders ausgeprägt. Demnach gaben 75,6 Prozent an, diesen wichtigen Schutz zu haben, weitere 4,9 Prozent wussten es nicht genau oder machten keine Angabe. Unter allen befragten PHV-Policen-Inhabern gaben nur 39 Prozent an, diese in der Vergangenheit schon einmal gewechselt zu haben. Bei 36 Prozent davon liegt ein solcher Wechsel bereits über fünf Jahre zurück, bei weiteren 21 Prozent ist es mindestens drei Jahre her.

Dabei kann sich ein Policencheck richtig lohnen, denn bei der Privathaftlicht wurden die Versicherungsbedingungen in den letzten Jahren regelmäßig zu Gunsten der Versicherten verbessert. „Insbesondere ältere Haftpflichtversicherungen haben häufig zu geringe Deckungssummen und wichtige Leistungen wie die Ausfalldeckung nicht inkludiert“, warnt Lorenz Becker, Managing Director Privathaftpflichtversicherung bei Check24.

PHV-Schutz regelmäßig individualisieren

 

Möglicherweise passen die Leistungen auch nicht mehr zu den aktuellen Lebensumständen – beispielsweise nach einer Heirat oder der Geburt eines Kindes. Wichtig ist hier, dass die PHV die Absicherung deliktunfähiger Kinder übernimmt. Für Mieter in einem Mehrfamilienhaus ist zudem Versicherungsschutz bei Schlüsselverlust dringend empfohlen. Wer regelmäßig Schlüssel zu Firmen- bzw. Bürogebäuden mit sich trägt, sollte zudem gegen den Verlust fremder Schlüssel versichert sein. Im Schadenfall trägt die Versicherung dann die Kosten für das Auswechseln der gesamten Schließanlage sowie bei Bedarf die vorübergehende Bewachung des Gebäudes.

Die verwendeten Daten stammen aus einer Online-Umfrage im Auftrag von Check24 an der 2145 Personen zwischen dem 28. und 31. Januar teilgenommen haben. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. (Quelle: YouGov)
Die verwendeten Daten stammen aus einer Online-Umfrage im Auftrag von Check24 an der 2145 Personen zwischen dem 28. und 31. Januar teilgenommen haben. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. (Quelle: YouGov)

Weitere Artikel

Listing

12.07.2024 Sparten/Produkte

Digitalversicherer: Neuer Telematik-Tarif läuft

„Pay-how-you-drive“: Das Insurtech Neodigital hat sein Portfolio an Kfz-Versicherungen um eine Telematik-Option erweitert – und verspricht bis zu 15 Prozent Beitragsersparnis. Fortschrittlich: Bis zu vier Gastfahrerinnen und Gastfahrer können ihre Telematik-Daten erfassen lassen.

> weiterlesen
Listing

04.06.2024 Sparten/Produkte

Hochwasserschäden: Versicherer rechnen mit dem Schlimmsten

Land unter in weiten Teilen Bayerns und Baden-Württembergs: Angesichts der Hochwassersituation in Süddeutschland erwartet die Branche ein „überdurchschnittlich großes Schadensereignis“. Für konkrete Zahlenangaben sei es aber noch zu früh, so der GDV.

> weiterlesen
Listing

16.05.2024 Sparten/Produkte

Kraftfahrtversicherung belastet die Schaden-/Unfallversicherer

Ausufernde Inflation, steigendes Schadenaufkommen, schwache Konjunktur: In einem herausfordernden Umfeld haben sich die deutschen Schaden-/Unfallversicherer 2023 erfolgreich geschlagen. Die Autoversicherer bleiben das Sorgenkind der Sparte – und dürften nach Einschätzung der Kölner Ratingagentur Assekurata frühestens 2026 wieder Gewinn einfahren.

> weiterlesen