21.07.2022 Sparten/Produkte

Roland-Statistik: Die Top-5 Risiken für einen Rechtsstreit

Eine Auswertung der Leistungsfälle des vergangenen Jahres von Roland Rechtsschutz zeigt, dass Auseinandersetzungen rund um Verträge am häufigsten zu einem juristischen Streit führen. Dahinter folgen Konflikte im Straßenverkehr, um Schadenersatz, am Arbeitsplatz und rund um Immobilien.

Der Rechtsschutzanbieter Roland hat ermittelt, wo Privatkunden am häufigsten Ärger droht. (Foto: © BillionPhotos.com - stock.adobe.com)
Der Rechtsschutzanbieter Roland hat ermittelt, wo Privatkunden am häufigsten Ärger droht.
(Foto: © BillionPhotos.com - stock.adobe.com)

Der Versicherer Roland Rechtsschutz hat die 391.000 Leistungsfälle seiner Kunden aus dem vergangenen Jahr ausgewertet. Die Analyse soll zeigen, bei welchen Konfliktthemen die Deutschen am häufigsten in einen Rechtsstreit geraten. Aufgrund der hohen Fallzahl kann die interne Auswertung hierfür tatsächlich gute Anhaltspunkte liefern, repräsentativ ist sie selbstverständlich nicht.

Streit um Verträge an der Spitze

 

Am häufigsten kam es bei Roland-Privatkunden 2021 zu Rechtsstreitigkeiten rund um Verträge. 69.000 Leistungsfälle wurden bearbeitet. Damit bleiben Störungen von vertraglich vereinbarten Leistungen weiterhin das gängigste Rechtsrisiko für Privatkunden der Kölner. Eine mögliche Ursache laut Versicherer: Durch die in 2021 durchgesetzten Corona-Maßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen im Alltag konnten viele vertraglich vereinbarte Leistungen nicht mehr erfüllt werden. So gab es vermehrt Rechtsstreitigkeiten mit Reiseveranstaltern oder Fluggesellschaften, weil Kunden aufgrund der Kontakt- und Reisebeschränkungen ihren Urlaub nicht wie geplant antreten konnten.

Straßenverkehrsrecht weiterhin mit hoher Fallzahl

 

Jahrelang stellten Konflikte im Straßenverkehr das größte Rechtsrisiko für die Privatkunden dar, so Roland. Im zweiten Jahr in Folge belegten sie nun aber den zweiten Platz. Knapp über 60.000 Leistungsfälle bearbeitete das Unternehmen 2021 in diesem Rechtsgebiet – kaum weniger als im Vorjahr. Neben strafrechtlichen Verfahren – zum Beispiel wegen Fahrerflucht oder fahrlässiger Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall – ging es dabei oftmals um kleinere Delikte, zum Beispiel um Bußgelder oder den Führerscheinentzug wegen zu hoher Geschwindigkeit.

Weitere Streitthemen: Schadenersatz, Arbeitsrecht und Immobilien

 

Schadenersatzforderungen nehmen den dritten Platz in der Statistik ein. Über 41.000 Leistungsfälle von Privatkunden übernahmen die Kölner in diesem Bereich. Häufigste Ursachen waren hier wie üblich Unfälle mit Personenschäden. Auch Behandlungsfehler mit gesundheitlichen Folgen spielten eine gewichtige Rolle, so der Versicherer. Im Arbeitsrechtsschutz wurden fast 40.000 Leistungsfälle gezählt. Dahinter folgen Streitigkeiten rund ums Wohnen und Immobilien. Mehr als 34.000 Leistungsfälle bearbeitete Roland für Konflikte von Eigentümern, Mietern und Vermietern. Damit stieg die Zahl der Fälle in dem Gebiet deutlich um 2000 an. Häufige Konfliktanlässe: laute Musik, überwuchernde Hecken, Eigenbedarfskündigungen oder verspäteter Mietzahlungen.


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