23.06.2022 Sparten/Produkte

Württembergische setzt auf „grünere“ Produkte

Die Nachfrage nach nachhaltigen Leistungen im Bereich Wohnen wächst, meint die Württembergische. Sie hat deshalb ihrer Hausrat- und Wohngebäudeversicherung ein entsprechendes Update verpasst. Davon profitieren allerdings nur Kunden mit Top-Tarif. Ausgeweitet wurde auch der Schutz in der Fahrradversicherung.

Bei der Konzipierung oder Neugestaltung ihrer Hausrat- und Wohngebäudeversicherung achten viele Versicherer verstärkt auf ökologische Aspekte. (Foto: © ashumskiy - stock.adobe.com)
Bei der Konzipierung oder Neugestaltung ihrer Hausrat- und Wohngebäudeversicherung achten viele Versicherer verstärkt auf ökologische Aspekte.
(Foto: © ashumskiy - stock.adobe.com)

Die Württembergische Versicherung AG hat ihre Hausratversicherung und ihre Wohngebäudeversicherung überarbeitet. Dabei hat der Versicherer nach eigenen Angaben die Änderungen von Rahmenbedingungen be­rücksichtigt, darunter etwa das zunehmende Naturgefahrenrisiko. Eingeflossen seien auch Rückmeldungen von Kunden. Eine immer größere Rolle spielten dabei die Aspekte Ökologie und Nachhaltig­keit. Allerdings gelten die Neuerungen in diesem Bereich nur für Kunden mit „Premium“-Schutz. In den Tariflinien „Kompakt“ und „Komfort“ bleiben sie unberücksichtigt.

Nachhaltige Leistungen vor allem in der Wohngebäudeversicherung

 

Das neue Angebot umfasst die Übernahme von Mehrkosten für die ökologisch nachhaltige Erneuerung des Hausrats nach einem Schadensfall und in der Wohngebäudeversicherung für die behördlich nicht angeordnete ökologische Wiederherstellung eines Gebäu­des bis jeweils 10.000 Euro. Zudem erstattet die Württembergische die Mehrkosten für energetische und baubiologische Beratungen bis 1000 Euro. Versichert sind künftig auch Wallboxen und Ladestationen sowie Bienenstöcke am Versicherungs­ort, außerdem Gartenhochbeete, Pflanzenkübel, Volieren, Zis­ternenanlagen und Kleinwindkraftanlagen als Grundstücksbestandteile. Mit dem Baustein „Haus­technikPlus“ lassen sich darüber hinaus Windkraft­anlagen und Kleinkläranlagen versichern.

In der ergänzenden Elementarversicherung, die Versicherungsschutz bei Naturgefahren wie etwa Überschwem­mung infolge von Starkregen oder Hochwasser bie­tet, gibt es ebenfalls Neuerungen. Dazu zäh­len ab einer Schadenhöhe von 10.000 Euro bei­spielsweise die Beteiligung an Kosten für Präventions­maßnahmen nach einem Überschwemmungs- oder Rückstauschaden und an den Verpflegungskosten für Helfer.

Ergänzende Fahrradversicherung mit Leistungszuwachs

 

Leistungsverbesserungen gibt es auch beim Baustein „FahrradPlus“, der zur Hausratversicherung dazugebucht werden kann. Versichert sind nun alle eigenen sowie geliehene und gemietete Räder der Kunden und aller mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienangehörigen. Die Württembergische ersetzt Reparaturkosten je Versiche­rungsfall nun bis zur vereinbarten Hausrat-Versiche­rungssumme. Sollte das Rad zum Beispiel nach ei­nem Unfall nicht mehr funktionstüchtig sein, greift zusätzlich ein Mobilitätsschutz: Hier zahlt der Versicherer für Ersatzrad (bis zu 14 Tage) sowie für Übernachtung (maximal drei Nächte) und Rück­transport bis zu 1000 Euro. Neu ist die Erweiterung des Versicherungsschutzes um die Kostenüber­nahme für die Bergung des Fahrrads inklusive Ge­päck nach einem Unfall.

Neuer Baustein für Schutz außerhalb der eigenen vier Wände

 

Ein neuer Baustein in der Hausratversicherung ist „MobilPlus“. Damit erhöht sich die Zahl optionaler Zusatzdeckungen bei der Württembergischen auf sieben. Dieser bietet Versicherungsschutz ab Verlassen der Wohnung zum Beispiel für Sachen des persönlichen Reisebedarfs, Schmuck, Geschenke und Reiseandenken, beruflich genutzte Gegenstände und Sportgeräte wie beispielsweise Surfbretter und Skier. Auch gegen Abhandenkommen, Beschädigung, Zerstö­rung und Verlust von persönlichen Gegenständen sowie bei verspäteter Ankunft des Gepäcks sind die Kunden abgesichert. Zur Auswahl stehen drei Versicherungssummen: 5000, 10.000 und 15.000 Euro. Die Selbstbeteiligung je Versicherungsfall beträgt 150 Euro.


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