26.05.2021 Sparten/Produkte

Check24-Studie: Professionelle Zahn­reinigung gefragtes Extra

Welche Zusatzleistungen wünschen sich die Kunden der gesetzlichen Krankenkassen? Wer bezuschusst eine professionelle Zahnreinigung? Wie viel Geld können Kassenwechsler sparen? Eine aktuelle Check24-Markterhebung gibt darüber Auskunft.

Für Zahnersatz und Profi-Zahnpflege müssen gesetzlich Versicherte mitunter üppige Eigenanteile berappen. Ein Vergleich der einzelnen Kassenleistungen kann sich finanziell lohnen. (Foto: © Studio Romantic - stock.adobe.com)
Für Zahnersatz und Profi-Zahnpflege müssen gesetzlich Versicherte mitunter üppige Eigenanteile berappen. Ein Vergleich der einzelnen Kassenleistungen kann sich finanziell lohnen.
(Foto: © Studio Romantic - stock.adobe.com)

Wer schätzt das nicht? Nach einer professionellen Zahnreinigung (PZR) fühlen sich die Zähne so richtig schön sauber und glatt an. Doch die intensive Pflege mit anschließender Politur hat ihren Preis. Laut Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung berechnen die meisten Praxen zwischen 80 und 120 Euro für eine PZR. Zuschüsse sind also gefragt. In einer repräsentativen Umfrage von YouGov im Auftrag von Check24 gab rund jeder Vierte (27 Prozent) an, dass ihm bei der gesetzlichen Krankenversicherung die professionelle Zahnreinigung als Zusatzleistung besonders wichtig ist.

Mehrheit der Kassen subventioniert Zahnreinigung

 

Auch wenn der medizinische Nutzen der Reinigung umstritten ist, übernehmen inzwischen 67 von 76 allgemein zugänglichen gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) die Kosten für PZR ganz oder teilweise – im Höchstfall bis zu 100 Euro im Jahr bei einer bundesweit geöffneten Kasse. Bei einer lediglich regional geöffneten Kasse sind sogar 500 Euro Zuschuss möglich. Einige Kassen bieten ihren Versicherten auch ein Jahresbudget für Zusatzleistungen, das unter anderem für die Zahnreinigung verwendet werden kann. Teilweise übernehmen sie die Kosten nur im Rahmen eines Bonusprogramms oder wenn die Behandlung bei bestimmten Zahnärzten erfolgt.

Kassenwechsler sparen bis zu 438 Euro im Jahr

 

Noch mehr Wert als auf PZR-Zuschüsse legen die Befragten auf Kostenserparnisse beim Zahnersatz (29 Prozent). Zudem ist laut Check24-Studie 25 Prozent der Befragten eine „erweiterte Krebsvorsorge“ und 21 Prozent die „Übernahme der Kosten bei der Grippeschutz-Impfung“ besonders wichtig. Die Umfrageteilnehmer konnten maximal drei Antworten geben.

Nach Berechungen des Vergleichsportals können gesetzliche Krankenversicherte durch einem Kasenwechsel bis zu 438 Euro im Jahr sparen. Seit 2021 ist der nun alle zwölf Monate möglich. Somit können Versicherte regelmäßig zu der Kasse wechseln, die am besten zu ihren aktuellen Bedürfnissen passt. „Wenn sich die Lebensumstände von Versicherten ändern, beispielsweise im Rahmen der Familienplanung, kann sich ein genauer Vergleich der freiwillig übernommenen Zusatzleistungen der Krankenkassen lohnen“, sagt Check24-Geschäftsführer Dr. Daniel Güssow. „Durch einen Wechsel der Krankenkasse können Versicherte dann Zuschüsse erhalten, die sie bei ihrer bisherigen Kasse möglicherweise nicht bekommen hätten.“

Check24-Umfrage: Was Kassenpatienten wollen

 (© YouGov/Check24)
(© YouGov/Check24)

Weitere Artikel

Listing

25.01.2024 Sparten/Produkte

Private Krankenversicherer mit zartem Zuwachs bei Vollversicherten

Zum ersten Mal seit 2011 dürfen sich die privaten Krankenversicherer wieder über einen leichten Nettozuwachs bei ihren Vollversicherten freuen. Das zeigen neueste Zahlen des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV). Auch der Gesamtbestand konnte zulegen, was vor allem auf das Interesse an privaten Zusatzversicherungen zurückzuführen ist.

> weiterlesen
Listing

15.12.2023 Sparten/Produkte

Elektronische Patientenakte bald Standard

Erst das Rezept, dann die Patientenakte: Die lang angekündigte Digitalisierung von Gesundheitsdiensten nimmt endlich Fahrt auf. Was Versicherte jetzt wissen müssen und woran es bislang noch hapert.

> weiterlesen
Listing

11.12.2023 Sparten/Produkte

Rating: Die Sieger im PKV-Rennen

Bilanzzahlen, Servicequalität, Beitragsstabilität: Der map-report von Franke und Bornberg hat die privaten Krankenversicherer erneut auf Herz und Nieren untersucht. Kostanz an der Spitze: Die drei Besten des Vorjahres haben wieder die Nase vorn.

> weiterlesen