Sie sind Treuhänder, Produktexperten und Ratgeber – ohne die Vermittler geht nichts in der Finanz- und Versicherungswirtschaft. Sie leben von ihren Kundenbeziehungen, kümmern sich um den persönlichen Kontakt und sorgen für das nötige Vertrauen. VP-Online stellt unabhängige Makler, Exklusiv-Vertreter und Spezialisten an dieser Stelle vor und gibt dieser wichtigen Berufsgruppe eine Stimme.

23.02.2022 Vermittler im Porträt

Foto: © ©privat

Porträt: Mit 23 Jahren direkt ins Maklerleben

Nils Jordt: Er war schon auf dem Schulhof geschäftlich unterwegs und lernte durch Nebenjobs worauf es als Unter­nehmer ankommt. Eigentlich stand schon vor seiner Ausbildung in einem Konzern fest, dass dieser junge Mann aus dem hohen Norden selbständiger Makler werden würde. Heute berät er Privat- und Gewerbekunden nach dem Motto: Fair. Kompetent. Digital.

Wie war Ihr Weg in die Versicherungsbranche und in Ihre jetzige Position?

Schon in ganz jungen Jahren auf dem Pausenhof in der Grundschule fing ich an mit Pokemon- und Yu-Gi-Oh! Karten zu handeln und entdeckte mein Verkaufstalent. Mit 15 Jahren interessierte ich mich immer mehr fürs Programmieren und eignete mir einige Skills an. Mit 18 gründete ich dann meinen ersten Webshop und begann an Websites zu programmieren. Nebenbei verdiente ich mir Geld als Kellner und an den Wochenenden als DJ. Ich denke, dass ich dabei gelernt habe zu erkennen, wie das Verkaufen am Gast am besten funktioniert. Nach dem Abitur wechselte ich in ein Autohaus für Gebrauchtfahrzeuge. Dort kam ich das erste Mal mit dem Thema Versicherungen in Kontakt und merkte, dass mir das mehr liegt. So begann ich 2018 eine Ausbildung bei der Allianz, wechselte aber nach deren Ende 2021 schon in die freie Maklerschaft.

Woher kam die Überzeugung schon so früh für diesen Schritt bereit zu sein

Während meiner Ausbildung blieb ich dem selbständigen Handeln (über Amazon als FBA-Händler) treu. Ich merkte im Berufsalltag, dass es mir schwerfällt, mich unterzuordnen. Durch meine kreative Ader kamen mir immer schnell neue Ideen, die ich aber genauso schnell verworfen habe, weil ich sie nicht umsetzen konnte. Ich wollte nicht an einen Konzern gebunden sein. Eine Kapitalgesellschaft zu gründen und sich in den Maklermarkt zu stürzen, war für mich da der einzig logische Schritt. Ich bin schon immer eine Person gewesen, die nach dem Motto handelt: Probieren geht über Studieren.

Was ist Ihre Kernbotschaft, warum Kunden ausgerechnet zu Ihnen kommen sollen?

Wir leben den ursprünglichen Versicherungsgedanken. Im Schadensfall sind wir der erste Ansprechpartner und kümmern uns bis zur Auszahlung um jede Kommunikation. Als Einzelmakler liegt der Fokus klar auf der persönlichen Betreuung, obwohl viele Dienstleistungen digital ablaufen.

Ich wollte nicht an einen Konzern gebunden sein. Eine Kapitalgesellschaft zu gründen und sich in den Maklermarkt zu stürzen, war für mich da der einzig logische Schritt.

Nils Jordt, Geschäftsführer der Jordt Versicherungs- und Finanzmakler UG

Welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit für Ihre Arbeit?

Für uns ist das Thema Nachhaltigkeit ein sehr großes und wichtiges Thema. Wir sparen dort Papier ein, wo es nicht notwendig ist, ersetzen lange Fahrten durch Videocalls, beziehen Ökostrom, und setzen uns aktiv für verschiedene klimaschonende Projekte ein.

Welche bürokratischen Rahmenbedingungen für Vermittler würden Sie gern ändern?

Es sollte die gleichen Prüfungen für alle geben und bei den Kaufleuten, dann noch eine gesonderte Kaufmannsprüfung, damit das Grundwissen über Versicherungen grundsätzlich das gleiche ist.

Was war im Beruf bisher Ihr größter Erfolg?

Während meiner Ausbildung Kunden quasi kalt zu gewinnen, war eine große Herausforderung. Ich bin stolz, dass einige bis heute noch gern mit mir zusammenarbeiten und mich fleißig weiterempfehlen.


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