06.03.2024 Branche

Tag der Uneinheitlichkeit

Frauen verdienen in ihrem Erwerbsleben rund 700.000 Euro weniger als Männer. Das ist die Zahl des Tages am Equal Pay Day. Damit aus dem Gender Pay Gap kein Gender Pension Gap wird, müssen Frauen rechtzeitig fürs Alter vorsorgen.

Weil Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer, müssen sie im Alter auch mit einer deutlich geringeren gesetzlichen Rente rechnen. Mit einer individuell passenden privaten Vorsorge lässt sich die Lücke schließen. (Foto: © Daniel Fuhr - stock.adobe.com)
Weil Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer, müssen sie im Alter auch mit einer deutlich geringeren gesetzlichen Rente rechnen. Mit einer individuell passenden privaten Vorsorge lässt sich die Lücke schließen.
(Foto: © Daniel Fuhr - stock.adobe.com)

Heute, am 6. März, ist wieder Equal Pay Day. Jährlich wird an diesem Tag auf die Ungleichheit bei der Bezahlung von Männern und Frauen – den Gender Pay Gap – aufmerksam gemacht. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung liefert denn auch pünktlich aktuelle Zahlen, die das Problem beziffern. Demnach verdienen westdeutsche Frauen, die heute 40 sind, in ihrem gesamten Berufsleben rund 700.000 Euro weniger als Männer. Bei ostdeutschen Frauen beträgt die Lücke immerhin noch 450.000 Euro. Die Hauptgründe sind bekannt. Frauen arbeiten überproportional viel in Teilzeit, unterbrechen ihre Karriere häufiger als Männer für Kindererziehungszeiten und arbeiten besonders häufig in schlechter bezahlten Branchen wie Gesundheit und Soziales. Aber auch bei vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie verdienen Arbeitnehmerinnen im Schnitt weniger als ihre männlichen Kollegen.

Tückische Lücke im Ruhestand

 

Die Einkommensdifferenz während der Erwerbszeit führt dann später zwangsläufig zum „Gender Pension Gap“ – also der Rentenlücke im Alter. Das zeigt der Blick auf die offiziellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. So lag die durchschnittliche gesetzliche Rente (nach mindestens 35 Versicherungsjahren) von Frauen im Jahr 2022 bei monatlich 1.316 Euro brutto. Männer erhielten im Durchschnitt 1.728 Euro Bruttorente. Die drohende Rentenlücke im Alter ist denn auch das besorgniserregendere Problem. Laut einer aktuellen Studie des Deutsches Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung GmbH (DIVA) fürchten sich 85,1 Prozent der befragten Frauen im Alter zwischen 30 und 39 Jahren davor, im Alter von Armut betroffen zu sein. DIVA-Vorstand Markus Knapp, verantwortlich für die Bereiche Zentrale Vertriebsentwicklung, Versicherungen sowie die Fach- und Vertriebsausbildung, fordert deshalb: „Die gesetzliche Rente bietet vielen Frauen lediglich eine Grundsicherung, die private Altersvorsorge sollte deshalb besser gestern als heute angegangen werden – gerade von Frauen. Es gibt keinen Grund zu warten.“

Private Vorsorge als Lückenfüller

 

Um die gesetzliche Rente aufzubessern, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. „Private Renten- und Lebensversicherungen sind eine der am häufigsten gewählten Formen der privaten Altersvorsorge. Sie garantieren eine lebenslange Rente und ein hohes Maß an Sicherheit und gerade als fondsgebundene Varianten attraktive Renditechancen“, so Knapp. Diese Vorzüge machten sie sowohl für Frauen als auch für Männer besonders attraktiv. Das bekräftigen laut DIVA auch die jüngsten Auswertungen der Generali Deutschland Lebensversicherung. Der Vertragsbestand bei Lebensversicherungen verteilt sich bei der Nummer 3 im Markt in etwa gleich auf Frauen und Männer (m: 51,5 Prozent; w: 48,5 %).

Individuelle Beratung gefragt

 

Allerdings zahlten Männer durchschnittlich mehr in die Verträge ein und erhielten damit auch im Alter eine höhere Rentenzahlung. „Viele Frauen sind sich der Dringlichkeit bewusst und investieren deshalb in die private Altersvorsorge. Dennoch zeigt sich, dass der Gender Pay Gap bis in die private Altersvorsorge durchschlägt. Umso wichtiger ist es für Frauen, sich beraten zu lassen“, so Knapp. „Ein Vermögensberater holt mit kompetenter und individueller Beratung gemeinsam mit den Kunden das Beste für die Altersvorsorge heraus.“  Ähnliche Empfehlungen gibt es auch vom Bund der Versicherten e. V. (BdV). „Beim Thema Versicherung ist es wichtig, sich gut zu informieren und sich von spezialisierten Versicherungsberatern oder -maklern unabhängig beraten zu lassen“, sagt Vorständin Bianca Boss.


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