17.04.2024 Branche

Zahnzusatzversicherungen: Vorsicht, Falle!

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt aktuell vor Trickbetrügern, die sich am Telefon als Verbraucherschützer ausgeben und sensible Daten erfragen. Die Masche hat Methode.

Wer am Telefon auf Trickbetrüger hereinfällt, hat am Ende wenig zu lachen. Häufig haben es die Kriminellen auf sensible Daten abgesehen. (Foto: Pexels/Yan Krukov)
Wer am Telefon auf Trickbetrüger hereinfällt, hat am Ende wenig zu lachen. Häufig haben es die Kriminellen auf sensible Daten abgesehen.
(Foto: Pexels/Yan Krukov)

Haben sich bei Ihnen auch schon vermeintliche Mitarbeiter einer Verbraucherzentrale gemeldet und vor Leistungskürzungen bei gesetzlichen Krankenkassen gewarnt? Betroffene Verbraucherinnen und Verbraucher sollten das Gespräch sofort beenden und die nächste Verbraucherzentrale oder die Polizei kontaktieren. „Verbraucherzentralen treten niemals unaufgefordert in telefonischen oder sonstigen Kontakt. Unsere Beratung findet ausschließlich auf Nachfrage Ratsuchender statt“, sagt Stephan Göhrmann von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH).

Opfer sollen private Zusatzversicherung abschließen

 

Aktuell melden sich unter wechselnden Hamburger Telefonnummern Betrüger, um Verbraucher dazu zu verleiten, Versicherungen abzuschließen. Unter Verweis auf Kürzungen der Krankenkassenleistungen geben sich die Kriminellen als Mitarbeiter einer Verbraucherzentrale aus und wollen ihre Opfer angeblich an Experten für Zahnzusatzversicherungen vermitteln. „Bei diesen Anrufen handelt es sich um keine Mitarbeiter einer Verbraucherzentrale“, warnt Göhrmann. Der VZSH-Sprecher rät dringend davon ab, Vertragsanfragen per Telefon anzunehmen und persönliche Informationen preiszugeben.

Der gute Ruf von Verbraucherschützern wird missbraucht

 

Immer wieder versuchen Kriminelle, sich in betrügerischer Absicht den guten Ruf der Verbraucherzentralen zunutze zu machen. Ob Vermittlung angeblich günstiger Versicherungs- oder Energieverträge, Hilfestellung bei der Kündigung vermeintlicher Abonnements oder eine mögliche Gebührenerstattung von Banken oder Sparkassen: Die Überrumpelungsstrategien der Betrüger sind vielfältig. Um Vertrauen zu erwecken und die Menschen in der Leitung zu halten, nutzen die Täter am Telefon häufig die Label „Verbraucherzentrale“, „Verbraucherberatung“ oder „Bundesamt für Verbraucherschutz“.


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