19.04.2021 Digital

Cybersicherheit: Deutsche Unternehmen rüsten auf

Laut einer Studie des Spezialversicherers Hiscox sind hiesige Firmen am stärksten von Cyberkriminalität betroffen. Sie wappnen sich im internationalen Vergleich aber auch am intensivsten gegen IT-Gefahren.

Angriffsfläche: Wenn Hacker die Firmen-IT knacken, wird's für die betroffenen Unternehmen teuer. Laut einer Befragung von Hiscox lag die durchschnittliche Schadenssumme zuletzt bei 22.000 Euro. (Foto: Pixabay/Pexels)
Angriffsfläche: Wenn Hacker die Firmen-IT knacken, wird's für die betroffenen Unternehmen teuer. Laut einer Befragung von Hiscox lag die durchschnittliche Schadenssumme zuletzt bei 22.000 Euro.
(Foto: Pixabay/Pexels)

Cyber-Crime boomt. Vor allem die Pandemie-bedingte Verlagerung ins Homeoffice spielt den IT-Angreifern in die Karten. Die Zahl der Unternehmen, die mindestens einmal Opfer eines Cyberangriffs geworden sind, ist laut „Hiscox Cyber Readiness Report 2021“ auf 46 Prozent (Vorjahr: 41 Prozent) gestiegen. Gleichzeitig wächst aber auch die Bereitschaft der Firmen, Gegenmaßnahmen wie den Abschluss einer Cyberpolice zu ergreifen. Für die internationale Studie wurden 6042 Unternehmen aus Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Irland, Belgien und den Niederlanden befragt. 

Mehr Geld und Know-how als Gegenmittel

 

Laut Hiscox-Zahlen sind deutsche Firmen finanziell am stärksten betroffen. Die mittlere Schadenssumme pro erfolgreich durchgeführter Cyberattacke betrug hierzulande 21.818 Euro (international: 11.944 Euro). Dafür haben die hiesigen Unternehmen am kräftigsten in Cybersicherheit investiert. Durchschnittlich 5,5 Millionen Dollar (4,6 Millionen Euro) betrug dieser Posten – ein Plus von 155 Prozent. „Der starke Anstieg der Investitionssummen zeigt, dass die Verantwortlichen für Cyber-Sicherheit zunehmend auch Gehör in den Vorstandsetagen finden“, so Ole Sieverding, Underwriting Manager Cyber von Hiscox Deutschland. „Allerdings bleibt der Nachholbedarf zur Etablierung umfassender Sicherheitsmaßnahmen groß.“

Cyberpolicen mit wachsenden Marktchancen

 

Zwar gibt die Studie keine Auskunft über die konkreten Investitionsmaßnahmen. Bemerkenswert ist jedoch, dass nur noch 15 Prozent der befragten Unternehmen angaben, dass sie an einer Cyberversicherung keinerlei Interesse hätten – im letzten Jahr lag dieser Wert noch um zehn Prozentpunkte höher (2020: 25 Prozent). Der Trend ist klar: Cyberpolicen nehmen an Relevanz zu. Als Bestandteil einer ganzheitlichen IT-Sicherheitsstrategie können sie laut Hiscox-Experte Sieverding „einen wichtigen Beitrag“ leisten.

 


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