20.09.2021 Sparten/Produkte

Bundestagswahl: Rente ist Topthema, Bürger zweifeln aber an Reform

Umfrage der Canda Life: Die Rente ist wichtig für ihre Wahlentscheidung – die Mehrheit der Bundesbürger glaubt allerdings nicht an eine zukunftsfähige Reform der Altersversorgung.

Altersvorsorge: Eine Umfrage im Auftrag der Canada Life zeigt die Skepsis der Bürger:innen. (Foto: © nmann77 - stock.adobe.com)
Altersvorsorge: Eine Umfrage im Auftrag der Canada Life zeigt die Skepsis der Bürger:innen.
(Foto: © nmann77 - stock.adobe.com)

Bei der kommenden Bundestagswahl spielt das Thema Rente für den Großteil der Menschen in Deutschland eine wichtige Rolle. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Civey im Auftrag des Lebensversicherers Canada Life. Danach gaben 61 Prozent der Befragten an, dass die Rententhematik wichtig für ihre Wahlentscheidung sei – das gilt besonders für die 50- bis 64-Jährigen, bei denen der Wert 67 Prozent beträgt. Wenig verwunderlich: Auch die berufliche Stellung der Befragten spielt eine Rolle. So erachten 84 Prozent der Arbeitnehmer:innen das Thema Rente als wichtig für ihre Wahlentscheidung.

Wenig Zutrauen in die Politik



Gleichzeitig ist das Vertrauen in eine zukunftsfähige Rentenreform sehr gering. 76 Prozent der Befragten haben hier kaum oder gar kein Vertrauen. Vor allem stehen dem Arbeitnehmer:innen skeptisch gegenüber. Hier gaben 85 Prozent an, nicht an eine zukunftsfähige Rentenreform zu glauben. Ebenfalls sehr kritisch: Junge Menschen von 18 bis 29 Jahren. Von ihnen erklärten 83 Prozent, kaum oder kein Vertrauen in eine zukunftsfähige Rentenreform zu haben.

Zusatzvorsorge: Staat versus Eigenverantwortung



Trotz des geringen Vertrauens in eine erfolgreiche Rentenreform sieht die Mehrheit der Befragten die Hauptverantwortung für die Altersvorsorge beim Staat. 45 Prozent sind der Meinung, dass er auch in der Pflicht stehe, wenn im Alter neben der gesetzlichen Rente ein zusätzliches Finanzpolster notwendig sein sollte. 38 Prozent sind der Auffassung, dass jeder selbst dafür verantwortlich sein sollte. 

Die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen hebt sich hier erneut ab. Sie sind zu 51 Prozent für Eigenverantwortung, wenn es darum geht, ergänzend für das Alter vorzusorgen. Große Unterschiede zeigen sich hier auch beim Beschäftigungsstatus. So sind bei den Studierenden sind sogar 86 Prozent der Überzeugung, dass sie selbst für ihr zusätzliches Finanzpolster im Alter verantwortlich sind.

Chance zum langfristigen Investieren

 

„Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Menschen intensiv mit dem Thema Rente auseinandersetzen”, sagt Markus Drews, Managing Director Canada Life Europe. „Für viele ist es ein wahlentscheidendes Thema. Gleichzeitig scheint aber die Verunsicherung groß und das Vertrauen in die Reformfähigkeit der politisch Verantwortlichen stark angeschlagen. Besonders die Jungen sehen sich selbst in der Verantwortung, für ihr lebenslanges Einkommen zu sorgen.” Davon könnten sie nach Drews Meinung auf lange Sicht profitieren, denn besonders in der Altersvorsorge mache sich eine langfristige Investition bezahlt. Und daran, dass zusätzlicher privater Vorsorgebedarf bestehe, gebe es keinen Zweifel – daran ändere weder eine Bundestagswahl noch eine Rentenreform etwas.

 (© Civey-Befragung im Auftrag von Canada Life)
(© Civey-Befragung im Auftrag von Canada Life)

Über die Umfrage

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag von Canada Life 2500 Personen zwischen dem 27. und dem 28. August 2021 befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt zwischen 3,2 und 3,4 Prozent.

Canada Life wurde 1847 in Hamilton, Ontario, gegründet und war damit Kanadas erster Lebensversicherer. Die Canada Life Assurance Europe plc, Niederlassung für Deutschland ist seit dem Jahr 2000 in Deutschland tätig. Im Neugeschäft zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben zu den führenden Gesellschaften im Maklermarkt für fondsgebundene Produkte.


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