20.01.2023 Sparten/Produkte

Mehrheit erwartet sinkenden Lebensstandard im Alter

Eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) zeigt, dass viele Bürger in puncto Lebensstandard pessimistisch in die Zukunft blicken. Die Ergebnisse des DIA-Trends im Überblick.

Ist der Urlaub später noch drin? Viele Deutsche sind skeptisch, wenn es um die Rente geht. (Foto: Pexels)
Ist der Urlaub später noch drin? Viele Deutsche sind skeptisch, wenn es um die Rente geht.
(Foto: Pexels)

Gemütlich den Lebensabend genießen, endlich den Hobbys nachgehen, für die sonst keine Zeit blieb, und sich nicht ums Geld sorgen: Eine schöne Vorstellung des Ruhestands – die viele aber nicht für realistisch halten. Drei Viertel der Bürger gehen derzeit davon aus, dass sie im Alter mit einem geringeren Lebensstandard rechnen müssen. Das ergab der jüngste „DIA Deutschland-Trend Vorsorge", mit dem das Meinungsforschungsinstitut INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) einmal im Jahr Erwartungen zur Altersvorsorge abfragt.


Bei den Einschätzungen des Lebensstandards in der Rentenphase hat sich im Jahresvergleich viel Pessimismus breitgemacht: Gingen 2021 noch 62 Prozent davon aus, dass im Alter Abstriche bei der Lebensführung gemacht werden müssen, waren es zum Jahreswechsel 2022/23 bereits 74 Prozent. Lediglich 20 Prozent (2021: 29 Prozent) nehmen an, dass sie ihren Lebensstandard halten können.

Mehr Vorsorge wagen

 

Diese Erwartungen zeigen: Die Vorsorge fürs Alter sollte verstärkt werden. Nur 28 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sie bereits ausreichend fürs Alter vorgesorgt haben. Dieser Anteil ist seit mehreren Jahren nahezu konstant. 36 Prozent schätzen ihre Vorsorge als unzureichend ein, wollen aber in den nächsten zwölf Monaten mehr dafür unternehmen. Im vergangenen Jahr planten dies lediglich 31 Prozent und im ersten Corona-Jahr mit all seinen Einschränkungen und Lockdowns waren es sogar nur 25 Prozent.

Positiv ist auch, dass der Anteil jener sinkt, die zwar ihre Altersvorsorge als ungenügend ansehen, aber dennoch in den nächsten zwölf Monaten nichts dagegen unternehmen wollen oder können. Mit 36 Prozent ist er zwar genauso groß wie die Gruppe der aktiven Vorsorger, fällt gegenüber den beiden Vorjahren aber deutlich ab (2020: 47 Prozent, 2021: 41 Prozent). „Die Inflation und die Ankündigung einer Rezession haben offenkundig in den Erwartungen der Menschen tiefe Spuren hinterlassen. Aber rund ein Drittel hat mit Blick auf die finanzielle Absicherung des Lebensabends die richtige Schlussfolgerung gezogen“, sagt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.

 

Zur Studie

Die repräsentative Befragung, die INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) durchgeführt hat, fand im Zeitraum vom 16. bis zum 19. Dezember 2022 statt. Teilgenommen haben 1015 erwerbsfähige Personen aus Deutschland im Alter zwischen 18 und 64 Jahren. Die Umfrage wurde als Online-Befragung durchgeführt.


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