26.04.2021 Sparten/Produkte

Risikoleben: Corona lässt bei CHECK24 Versicherungs­summen steigen

Um durchschnittlich 15.000 Euro ist die abgeschlossene Versicherungssumme von Risikolebensversicherungen bei CHECK24 2020 gestiegen. Als Gründe nennt das Vergleichsportal ein gewachsenes Risikobewusstsein und mehr Zeit im Homeoffice bei bestimmten Berufsgruppen.

Die Corona-Pandemie bringt die Menschen offenbar zum Nachdenken. Die Bereitschaft, mehr für die Todesfallvorsorge zu tun, ist zumindest laut Online-Vergleichsportal CHECK24 gestiegen. (Foto: © Warakorn - stock.adobe.com)
Die Corona-Pandemie bringt die Menschen offenbar zum Nachdenken. Die Bereitschaft, mehr für die Todesfallvorsorge zu tun, ist zumindest laut Online-Vergleichsportal CHECK24 gestiegen.
(Foto: © Warakorn - stock.adobe.com)

Die durchschnittliche Versicherungssumme einer über CHECK24 abgeschlossenen Risikolebensversicherung ist im vergangenen Jahr auf über 205.000 Euro angestiegen. 2019 lag sie noch bei rund 190.000 Euro. Das entspricht einem Plus von circa acht Prozent. Grund hierfür ist nach Angaben des Vergleichsportals die Corona-Pandemie. „In vielen Beratungsgesprächen hat sich gezeigt, dass die Kunden genauer über den Finanzbedarf ihrer Familie im Fall der Fälle nachgedacht haben als zuvor“, sagt Dr. Björn Zollenkop, Geschäftsführer Vorsorgeversicherungen bei CHECK24. Besonders groß war die Steigerung der Versicherungssummen während der ersten Corona-Welle. Im März 2020 stieg die durchschnittliche abgeschlossene Versicherungssumme nach Angaben des Münchener Unternehmens zwölf Prozent über das Vorjahresniveau.

Mehr Nachfrage durch hohes Einkommen und höheres Infektionsrisiko

 

Zur Erhöhung der Versicherungssumme hat laut CHECK 24 außerdem beigetragen, dass sich verstärkt Berufsgruppen mit vergleichsweise hohem Einkommen für Risikoleben-Policen interessiert haben, darunter etwa Bankkaufleute, IT-Spezialisten, Ingenieure, Steuerberater und Professoren. „Wir haben verstärkt Anfragen von Personen registriert, die sonst sehr in ihre Arbeit eingespannt sind, vor der Pandemie viel unterwegs waren und immer zu beschäftigt, sich um solche wichtigen Themen zu kümmern“, sagt Zollenkop. Der Lockdown und die Arbeit im Homeoffice hätten die Gelegenheit geboten, die finanzielle Absicherung der Familie in Angriff zu nehmen.

Auch Personengruppen, die aufgrund ihres Berufes einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind, haben sich über das Vergleichsportal verstärkt mit einer Risikolebensversicherung abgesichert. Dazu gehören etwa Ärzte, Verkäufer, Lehrer und Polizisten. Als Faustregel gilt laut CHECK24, dass die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung mindestens das drei- bis fünffache Bruttojahresgehalt der versicherten Person betragen sollte.


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