12.11.2020 Sparten/Produkte

Studie: Corona steigert Interesse an privater Alters­vorsorge

Das Interesse der privaten Altersvorsorge ist durch die Corona-Pandemie gestiegen. Die Aufmerksamkeit stieg insbesondere bei Geringverdienern und Menschen mit geringer formaler Bildung. Das zeigt die jährliche Untersuchung der Continentale.

Der Continentale Versicherungsbund aus Dortmund lässt seit dem Jahr 2001 wichtige Branchenentwicklungen in einer repräsentativen Studie untersuchen. (Foto: Continentale Versicherungsverbund)
Der Continentale Versicherungsbund aus Dortmund lässt seit dem Jahr 2001 wichtige Branchenentwicklungen in einer repräsentativen Studie untersuchen.
(Foto: Continentale Versicherungsverbund)

Das Interesse der Bevölkerung an der privaten Altersvorsorge ist durch die Corona-Pandemie gestiegen, insbesondere bei Geringverdienern und Menschen mit geringer formaler Bildung. So sagt jeder dritte Geringverdiener, das Thema hätte an Bedeutung gewonnen. Bei Befragten mit Hauptschulabschluss ist es jeder Vierte. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Continentale-Studie 2020. Für die Studie wurden bundesweit repräsentativ 829 Personen zwischen 25 und 60 Jahren befragt.

Bedeutungszuwachs für die private Altersvorsorge

 

Insgesamt sagen 14 Prozent der 25- bis 60-Jährigen in Deutschland, durch die Coronakrise sei das Thema „private Altersvorsorge“ für sie wichtiger geworden. Bei 84 Prozent aller Befragten hat die Pandemie zu keiner Veränderung geführt, bei nur zwei Prozent hat es an Wichtigkeit verloren. Zum Konsumverzicht für die Altersvorsorge ist rund die Hälfte der Befragten bereit – 52 Prozent. 46 Prozent lehnen dies ab. Diese Werte entsprechen genau denen des Vorjahres. Die Corona-Pandemie hat ganz offenkundig noch einmal viele Menschen für das Thema Altersvorsorge sensibilisiert. „Und zwar insbesondere diejenigen, die wegen ihrer geringen Einkommen besonders von Altersarmut bedroht sind“, so Dr. Helmut Hofmeier, Vorstand Leben im Continentale Versicherungsverbund.

Die Angst, im Alter den gewohnten Lebensstandard finanziell nicht halten zu können, ist im Vergleich zum Vorjahr auch in etwa gleich geblieben. 42 Prozent haben diese Befürchtung. 2019 waren es 46 Prozent. Besonders große Sorgen machen sich hier jüngere Befragte bis 39 Jahre (48 Prozent), Geringverdiener (60 Prozent) und Befragte mit einem niedrigen formalen Bildungsabschluss (53 Prozent).

Nicht jede Vorsorgeform ist geeignet

 

Die geeignetste Form der Altersvorsorge sind für die Befragten Immobilien. 87 Prozent machen diese Angabe, sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Andere Vorsorgeformen werden in etwa gleich häufig genannt (zwischen 50 und 60 Prozent). 60 Prozent der Befragten nennen die private Rentenversicherung, es folgen „Sparen“ und die private Pflegezusatzversicherung mit jeweils 52 Prozent. Selbst die private Unfallversicherung wird von 50 Prozent für geeignet gehalten, eine Einschätzung, die von der Continentale aber nicht geteilt wird. Hofmeier: „Nur eine Versicherung mit einer lebenslangen Rente sichert das Einkommen im Alter – unabhängig davon, wie alt man wird.“


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