27.01.2021 Branche

Alte Leipziger: Trotz Corona gutes Neugeschäft

Vorläufige Bilanz des Konzerns Alte Leipziger – Hallesche: Gegen den Markttrend ist das Neugeschäft der Alten Leipziger in der Lebensversicherung 2020 leicht gestiegen. Bei der Halleschen erwies sich die betriebliche Krankenversicherung als Wachstumstreiber.

Aus der Zentrale des Konzerns in Oberursel wurden die vorläufigen Bilanzzahlen mitgeteilt. Die Präsentation des Geschäftsberichts 2020 ist für den 25. März angekündigt. (Foto: ALTE LEIPZIGER)
Aus der Zentrale des Konzerns in Oberursel wurden die vorläufigen Bilanzzahlen mitgeteilt. Die Präsentation des Geschäftsberichts 2020 ist für den 25. März angekündigt.
(Foto: ALTE LEIPZIGER)

Die vorläufigen 2020er-Geschäftszahlen des Versicherungskonzerns Alte Leipziger – Hallesche (ALH) können sich sehen lassen: Trotz der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie konnten die beiden Versicherungsvereine ihren Vorjahresumsatz halten oder sogar übertreffen. „Die Corona-Pandemie hat bei vielen Menschen zu einer Rückbesinnung auf das Thema Sicherheit geführt. Das hat unserem Neugeschäft, vor allem in der Berufsunfähigkeitsversicherung und bei der betrieblichen Krankenversicherung, zusätzlichen Schwung verliehen“, so Christoph Bohn, Vorstandsvorsitzender der ALH-Gruppe.

Leben: Leichtes Plus im Neugeschäft

Die gebuchten Bruttobeiträge legten demnach bei der Alten Leipziger Lebensversicherung um 3,8 Prozent auf fast 2,8 Milliarden Euro zu. Dabei erhöhten sich die laufenden Beiträge sogar um 4,6 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Wegen der Pandemie hatte marktweit vor allem diese Sparte zu kämpfen, das Neugeschäft brach teilweise ein. Anders bei der Alten Leipziger: Hier stieg das Neugeschäft im Vergleich zum Vorjahr nach den vorläufigen Berechnungen um 1,8 Prozent und erreichte rund 1,1 Milliarden Euro. Vor allem bei der Anfang 2020 eingeführten neuen Berufsunfähigkeitsversicherung sei die Nachfrage groß gewesen, der Antragseingang wuchs demnach gegenüber dem Vorjahr um über 40 Prozent. In der Sachversicherung legten die Bruttobeiträge ebenfalls zu: um 2,4 Prozent auf rund 383 Millionen Euro. Nach ALH-Angaben ist das maßgeblich auf das Wachstum im Gewerbegeschäft zurückzuführen.


Hallesche: Betriebliche Krankenversicherung als Motor

Die Hallesche Krankenversicherung verzeichnete im vergangenen Jahr gegenüber 2019 beim Neugeschäft sogar ein Plus von 3,6 Prozent. Zugpferd sei hier die Zusatzversicherung mit dem strategischen Geschäftsfeld „betriebliche Krankenversicherung gewesen. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen auf über 1,3 Milliarden Euro.

Für das laufende Jahr planen die Gesellschaften der AHL die Einführung neuer Produkte. Außerdem blieben Digitalisierung und Nachhaltigkeit auch 2021 Kernthemen des Versicherungskonzerns.


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