11.12.2019 Branche

AXA gibt eigene Bank auf

Die Fondsdepot Bank wird die Plattform für das Investmentdirektgeschäft von AXA Deutschland. Im Zuge der Kooperation wechselt auch die AXA Bank den Besitzer.

 (Foto: AXA Deutschland)
(Foto: AXA Deutschland)

AXA Deutschland stellt sich im Bereich Einmalbeitrag und Geldanlage für die Zukunft neu auf und schließt dazu eine Kooperationsvereinbarung mit der Fondsdepot Bank GmbH. Die Fondsdepot Bank stellt künftig die Technologie- und Service-Plattform für die Verwaltung des fondsbasierten Investmentdirektgeschäftes für drei der größten Versicherer in Deutschland. AXA wird ihre Bank in die Partnerschaft einbringen. Hierzu übernimmt die Muttergesellschaft der Fondsdepot Bank, eine hundertprozentige Tochter der DXC Technology Company, alle Anteile an der AXA Bank. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Hintergrund des Schrittes ist laut dem „Handelsblatt", dass die Axa sich verstärkt der Absicherung von versicherungstechnischen Risiken zuwenden möchte. Eine eigene Bank passe nicht mehr in diese Konzernstrategie.

Der Erwerb soll vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Mittelfristig ist die Zusammenführung von AXA Bank und Fondsdepot Bank unter einem Dach vorgesehen. Bis dahin werden AXA Bank und Fondsdepot Bank als eigenständige Unternehmen geführt, und solange bleibt der Name „AXA Bank“ auch bestehen. Das von der AXA Bank ebenfalls betriebene Baufinanzierungsgeschäft ist nicht Bestandteil der Transaktion, sondern verbleibt, wie auch die in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter, im deutschen AXA Konzern.

Strategische Partnerschaft

 

„Die Partnerschaft mit der Fondsdepot Bank wird uns neue Möglichkeiten eröffnen, um als AXA auch zukünftig attraktive Investmentprodukte und neue Services für unsere Kunden und Vertriebspartner zur Verfügung zu stellen. Mit ihrem Know-how aus der Übernahme des Haftungsdachs für die Vertriebe großer deutscher Versicherer und ihren technologischen Fähigkeiten ist die Fondsdepot Bank die ideale strategische Ergänzung für uns", so Dr. Thilo Schumacher, im Vorstand der AXA Konzern AG verantwortlich für das Ressort Personenversicherungen.

Für die rund 40 betroffenen Mitarbeiter der AXA Bank sollen in enger Abstimmung mit den zuständigen Betriebsratsgremien in den nächsten Wochen tragfähige Lösungen gefunden werden. Hierzu sollen zeitnah Gespräche mit allen Mitarbeitern geführt werden.

 

 


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