17.06.2021 Branche

LV 1871 mit starkem Corona-Jahr

Die LV 1871 hat in ihrem 150. Geschäftsjahr ein starkes Wachstum verzeichnet — trotz der Covid19-Pandemie. Der Jahresüberschuss vor Steuern sank indes leicht.

Jubiläum: Vor 150 Jahren wurde die LV 1871 gegründet. Das vergangene Geschäftsjahr verlief für die Münchner rundum erfreulich. (Foto: LV 1871)
Jubiläum: Vor 150 Jahren wurde die LV 1871 gegründet. Das vergangene Geschäftsjahr verlief für die Münchner rundum erfreulich.
(Foto: LV 1871)

2020 war das 150. Geschäftsjahr der Lebensversicherung von 1871 (LV 1871) – und obendrein ein erfolgreiches: Die gebuchten Bruttobeiträge der gesamten Versicherungsgruppe stiegen um 7,9 Prozent auf 847,3 Millionen Euro. Davon entfielen 541,2 Millionen auf laufende Beiträge und 306,1 Millionen auf Einmalbeiträge. Laut Geschäftsbericht sank allerdings der Jahresüberschuss vor Steuern von 140,1 auf 135,4 Millionen Euro.

Zum abgelaufenen Geschäftsjahr sagt Wolfgang Reichel, Vorstandsvorsitzender der LV 1871: „Eine auf stetige Erträge ausgerichtete Kapitalanlage, eine nachhaltige vertriebliche Wachstumsstrategie, innovative Produkt- und Markenpolitik, hervorragender Service für Kunden und Geschäftspartner sowie eine konsequente Digitalisierung sind unsere zentralen Erfolgsfaktoren. Das spiegelt sich in unseren starken Geschäftsergebnissen wider.“

Tochtergesellschaften wachsen überdurchschnittlich

 

Bei der Muttergesellschaft LV von 1871 a.G. München wuchsen die Bruttobeiträge um 3,6 Prozent auf 673,3 Millionen Euro. Die Beitragssumme des Neugeschäfts konnte gegenüber dem Vorjahr um 8,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gesteigert werden. Noch stärker zum Wachstum trugen die Tochtergesellschaften in Liechtenstein bei: Mit Einmalbeiträgen in Höhe von 53,2 Millionen Euro erzielte, die auf vermögende Privatkunden spezialisierte Private Assurance AG ein Plus von 111,5 Prozent. Die LV 1871 Pensionsfonds AG schloss das Geschäftsjahr mit 66,5 Millionen Euro Einmalbeiträgen ab; das entspricht einem Plus von 22,9 Prozent. Branchenweit legten die gebuchten Bruttobeiträge um nur 0,4 Prozent zu.

Bemerkenswerte Finanzstärke

 

Ende 2020 betrug die Solvenzquote der gesamten Gruppe ohne vorgesehene Hilfs- und Übergangsmaßnahmen 364 Prozent. Bei der LV 1871 waren es 435 Prozent. Damit verfügt das Unternehmen weiterhin über mehr als den vierfachen Wert der aufsichtsrechtlich geforderten Eigenmittel. Das Eigenkapital stieg um 4,7 Prozent auf 133,0 Millionen Euro. Die freie Rückstellung für Beitragsrückerstattung sank um fünf Millionen auf 202,7 Millionen Euro. Der Zinszusatzreserve wurden 61 Millionen. Euro zugeführt, so dass sich zum Jahresultimo ein Bestand von 572,6 Millionen Euro ergibt. Die Sicherheitsmittel zugunsten der Kunden konnten so weiter gestärkt werden.  

Weiter gestiegene Reserven

 

Das verwaltete Vermögen des Konzerns (Buchwert) belief sich zum Jahresende 2020 auf gut acht Milliarden Euro – ein Plus von 3,3 Prozent. Mit den Kapitalanlagen (Marktwert: 7,44 Milliarden Euro) der LV 1871 wurde eine Nettoverzinsung von 4,1 Prozent erzielt, die deutlich unter der des Vorjahres liegt (4,9 Prozent). Die Nettobewertungsreserven konnten jedoch um 17,7 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro gesteigert werden. Das entspricht einer Reservequote bezogen auf den Buchwert der Kapitalanlagen in Höhe von 26,6 Prozent (2019: 23,0 Prozent), eine laut der LV 1871 höchsten am deutschen Lebensversicherungsmarkt. Die Marktwertperformance der gesamten Kapitalanlagen belief sich auf 6,5 Prozent (2019: 10,9 Prozent). Die Münchener sprechen hier von einem sehr guten Ergebnis, das vor allem auf eine gute Diversifikation der Kapitalanlagen zurückzuführen sei, darunter ein überdurchschnittlicher Immobilienanteil von 14,8 Prozent als stabilem Werttreiber.


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