29.11.2019 Branche

W&W-Gruppe zieht sich aus Tschechien weiter zurück

Verkauf von zwei Tochterunternhmen an die MONETA Money Bank im kommenden Jahr.

Wüstenrot gibt seinen tschechischen Standort auf. (Foto: Wüstenrot Tschechien)
Wüstenrot gibt seinen tschechischen Standort auf.
(Foto: Wüstenrot Tschechien)

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) plant, ihre Bausparkasse (Wüstenrot stavební spořitelna, a.s.) und Hypothekenbank (Wüstenrot hypoteční banka, a.s.) an die MONETA Money Bank zu verkaufen. 2020 sollen die beiden tschechischen Tochterunternehmen an den neuen Eigner übergehen. Zum Verkaufspreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen.

Die W&W-Gruppe ist seit den 1990er Jahren auf dem Bauspar- und Bankenmarkt in Tschechien aktiv. Angesichts der Konsolidierungstendenzen auf dem tschechischen Markt ergeben sich laut einer Pressemitteilung unter neuer Eignerschaft weitere Wachstumsperspektiven für die beiden Gesellschaften. Bereits 2015 hatte die W&W ihr tschechisches Sachversicherungs- und Lebensversicherungsgeschäft veräußert.

Die jetzt abgegebenen Tochtergesellschaften haben rund 400.000 Kunden und knapp 300 Mitarbeiter im Innendienst sowie rund 700 Berater im Außendienst. Neben Bausparprodukten bieten die in Prag ansässigen Gesellschaften noch Zwischenkredite und Hypothekendarlehen an. In den letzten drei Jahren haben sie ihre Marktanteile in diesen Zukunftsmärkten ausgebaut. Sie nehmen nach Marktanteilen den fünften Rang in Tschechien ein. Die Bilanzsumme der tschechischen Tochterunternehmen nach IFRS beträgt umgerechnet knapp drei Milliarden Euro.


Weitere Artikel

Listing

04.06.2026 Branche

Signal Iduna setzt auf KI, Vorsorge und Vertriebskraft

Rekordneugeschäft, Milliardenziele und neue Chancen für Vermittler: Bilanz und Ausblick der Signal Iduna Gruppe fallen positiv aus. Der Konzern befindet sich mit seiner Strategie „Momentum 2030“ auf Kurs.

> weiterlesen
Listing

03.06.2026 Branche

Nürnberger aus dem Gröbsten raus

Der angeschlagene Traditionsversicherer hat sich unter das Dach der Vienna Insurance Group gerettet – und blickt auf ein ordentliches Geschäftsjahr zurück.

> weiterlesen
Listing

22.05.2026 Branche

Starkes Beitragsplus: ARAG überspringt Drei-Milliarden-Marke

Das Geschäftsjahr 2025 lief für den Rechtsschutzversicherer ARAG erneut erfolgreich. Mit Bruttobeitragseinnahmen von 3,16 Milliarden Euro performte der Konzern noch besser als zunächst erwartet. Auch beim Jahresüberschuss verbuchte das Haus – nach einem Minus im Vorjahr – ein deutliches Plus. ARAG-Chef Dr. Renko Dirksen spricht bei der Vorstellung der Bilanzzahlen von einer „souveränen Performance“.

> weiterlesen