14.04.2021 Digital

AXA baut digitale Services in der Kranken­versicherung aus

Diagnose und darauf basierendes Arztgespräch, das geht bei AXA jetzt online. Der Versicherer stellt in Pandemie-Zeiten eine deutlich höhere Nachfrage nach digitalen Angeboten in der Krankenversicherung fest. Passend dazu kooperiert die AXA Group nun europaweit mit Microsoft, um eine digitale Gesundheitsplattform aufzubauen.

Mit digitalen Gesundheitsangeboten wollen Versicherer ihren Kunden eine bessere Versorgung ermöglichen und gleichzeitig Gesundheitskosten senken. (Foto: © Rawf8 - stock.adobe.com)
Mit digitalen Gesundheitsangeboten wollen Versicherer ihren Kunden eine bessere Versorgung ermöglichen und gleichzeitig Gesundheitskosten senken.
(Foto: © Rawf8 - stock.adobe.com)

Die AXA Krankenversicherung weitet für ihre Kunden das bestehende Portfolio digitaler Services aus. Kunden können den seit Februar verfügbaren KI-basierten „Symptom-Check“ ab sofort direkt mit dem Online-Arzt-Service verbinden. „Wir haben basierend auf unseren langjährigen Erfahrungen als Gesundheitspartner unserer Kunden mit dem Symptom-Check eine Möglichkeit geschaffen, schnell und verlässlich eine erste und vor allem fundierte Einschätzung zu Symptomen zu erhalten. Die Verbindung mit dem Online-Arzt bildet nun den nächsten logischen Schritt und damit auch die vollständige Vernetzung der digitalen Kundenreise“, erklärt dazu Thilo Schumacher, Vorstand Personenversicherung bei AXA in Deutschland.

Online-Verknüpfung von Diagnose und Arztgespräch

 

Das Ganze funktioniert so: Über das ePortal „Meine Gesundheit“ bietet der Service allen krankenvollversicherten und beihilfeberechtigten Kunden von AXA, rund um die Uhr und kontaktlos über eine Plattform die Möglichkeit Krankheitssymptome zu überprüfen, eine erste Diagnoseeinschätzung sowie eine Empfehlung zu weiteren notwendigen Schritten zu erhalten. Das Ergebnis kann aus der digitalen Gesundheitsakte als Bericht an den behandelnden Arzt übermittelt werden. Wünscht der Kunde ein direkt anschließendes Arztgespräch, kann er rund um die Uhr direkt auf Online-Arzt-Services zurückgreifen. Über „Meine Gesundheit“ haben Kunden zudem die Möglichkeit, den im elektronischen Rezept generierten QR-Code des Online-Arztes direkt bei einer Apotheke ihrer Wahl einzureichen. Das verordnete Medikament kann so wahlweise in einer Apotheke abgeholt oder nach Hause bestellt werden. Auch der bereits bestehende Arzneimittel-Check und Facharzt-Terminservice sind ab sofort unmittelbar damit vernetzt.

Kooperation mit Microsoft zum Aufbau einer digitalen Gesundheitsplattform 

 

Passend zu dem Thema gaben die AXA Group und Microsoft heute (14. April) ihre Zusammenarbeit bekannt, um den digitalen Zugang zu medizinischer Versorgung und Gesundheitsfürsorge in Zukunft zu vereinfachen. In einem ersten Schritt wollen sie auf europäischer Ebene eine digitale Gesundheitsplattform schaffen, die an die jeweiligen Besonderheiten der Länder angepasst werden kann. Deutschland und Italien sind bereits als Pilotprojekte gestartet. Die neue digitale Gesundheitsplattform soll nach Unternehmensangeben künftig einen einfachen Zugang zu analogen und digitalen Services bieten, die direkt ineinander übergehen und alle Gesundheitsdaten miteinander intelligent verknüpfen. Unter anderem sollen dadurch hohe Kosten durch Doppeluntersuchungen vermieden werden.

Digitale Services in der Pandemie mehr denn je gefragt

 

Das Projekt kommt zu einer Zeit, in der das Bedürfnis nach digitalen Services durch die Corona-Pandemie offenbar drastisch gestiegen ist. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung explodierte die Zahl der von Ärzten und vor allem Psychotherapeuten durchgeführten Videosprechstunden von 3000 im Jahr 2019 auf 1,2 Millionen allein im zweiten Quartal 2020. „Der deutsche Markt bietet gegenwärtig die idealen Voraussetzungen für das Pilotprojekt mit Microsoft. Wir beobachten insbesondere im Gesundheitsspektrum eine wachsende Bereitschaft zur Nutzung digitaler Services. Gleichzeitig ist die Datensensibilität in Deutschland besonders hoch. Wir können so unsere hohen Standards einbringen und einen bedeutenden Beitrag im Rahmen der Kooperation mit Microsoft leisten“, sagt Alexander Vollert, CEO AXA Deutschland.


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