05.05.2021 Digital

Mona: Besser versorgt durch Tele­medizin und KI

Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz und modernster Telemedizin unterstützt ein Start-up im Umfeld des Aachener Universitätsklinikums flächendeckend andere Kranken­häuser. Der PKV-Verband hat eine Vereinbarung für die Abrechnung dieser telemedizinischen Intensiv-Leistungen getroffen.

„Mona“, kurz für „Medical On-Site Assistant”, ist ein intelligentes Assistenzsystem für die Intensivmedizin, das direkt am Patientenbett Ärzten und Pflegekräften bei der Behandlung unterstützt. (Foto: Clinomic)
„Mona“, kurz für „Medical On-Site Assistant”, ist ein intelligentes Assistenzsystem für die Intensivmedizin, das direkt am Patientenbett Ärzten und Pflegekräften bei der Behandlung unterstützt.
(Foto: Clinomic)

Ein unschlagbares Gedächtnis, einen guten Draht zu anderen Krankenhäusern und rund um die Uhr Betreuung der Patienten: „Mona“ ist nicht etwa eine neue Super-Schwester, sondern ein neuer Hightech-Computer der Clinomic GmbH, ein Spin-off der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen. „Mona“ steht für Medical-On-Site-Assistant. „Unser Ziel ist es damit, die Intensivmedizin zukunftsfähig zu machen. Statt nur die Symptome zu bekämpfen, bietet ‚Mona’ eine echte Lösung und setzt direkt an der Wurzel des Problems an: Die Komplexität des Stationsalltags wird durch das System reduziert, indem die enormen Datenmengen aufbereitet und handhabbar gemacht werden”, sagt Dr. Arne Peine, Co-Gründer und Geschäftsführer von Clinomic.

„Mona“ und Corona: Erster Praxistest erfolgreich

 

Das System erfasst direkt am Krankenbett die medizinischen Daten der Intensivpatienten, überträgt sie an hochspezialisierte Stationen und gleicht sie mit deren Forschungsdaten ab. So könnten die behandelten Ärzte etwa noch genauere Therapieentscheidungen treffen. Dank einer integrierten Kamera und mehrerer Mikrofone können auch spezialisierte Ärzte aus anderen Krankenhäusern in die Behandlung einbezogen werden. Erste Praxistests habe das System bereits in der aktuellen Corona-Pandemie bestanden. „Auf diese Weise entlasten wir nicht nur das Fachpersonal, sondern stellen auch sicher, dass die Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden – ganz egal, wo sie behandelt werden”, sagt Privatdozent Dr. Lukas Martin, Co-Gründer und Geschäftsführer von Clinomic.

PKV entwickelt Maßgabe zur Abrechnung

 

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) unterstützt dieses Angebot und hat mit der Clinomic GmbH eine Maßgabe zur Abrechnung dieser „besonderen telemedizinischen Konsile” in der Intensivmedizin entwickelt. Damit soll eine angemessene Vergütung der Leistungen sichergestellt werden. „Diese neue Technologie kann insbesondere die medizinische Versorgung auf dem Lande verbessern”, sagt PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther. „Sie kann lebensrettend sein für Intensivpatienten, die nicht in der Nähe von großen Zentren leben. Sie profitieren vom Wissen hochspezialisierter Experten, ohne dass sie dafür in die nächste Großstadt verlegt werden müssen.”


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