29.06.2022 Digital

Zurich mit neuer IT-Strategie

Strategisches Wissen im Haus bündeln – das ist der Kern der neuen IT-Strategie der Zurich. So sollen Arbeiten an alten Systemen an externe Dienstleister ausgelagert werden, alles Neue soll in erster Linie intern umgesetzt werden. Nebem Fortschritten bei der Digitalisierung soll das auch Kosten sparen.

Im IT-Bereich hat die Zurich in Deutschland zusätzliche Stellen geschaffen. (Foto: Zurich)
Im IT-Bereich hat die Zurich in Deutschland zusätzliche Stellen geschaffen.
(Foto: Zurich)

Die IT der Zurich Gruppe Deutschland stellt sich strategisch neu auf. Das Unternehmen fokussiert sich dabei nach eigenen Angaben mit neu geschaffenen Arbeitsplätzen und Umschulungen auf die strategischen Anwendungsprojekte, die mithilfe von vier Dienstleistern nun primär intern umgesetzt werden. Arbeiten an den Altsystemen werden hingegen konsequent an die Partner ausgelagert. Damit folgt die Zurich-IT der Konzernstrategie, die Digitalisierung und die internen technische Fähigkeiten auszubauen. „Wir machen die Zurich IT fit for future, indem wir die Kompetenzen und Fähigkeiten in den strategischen Themen intern bündeln und hierfür mehr als 20 Prozent an zusätzlichen Stellen geschaffen haben“, sagt Jens Becker, Head of IT der Zurich Gruppe Deutschland.

Kehrtwende bei den Zuständigkeiten

Bisher haben nach Unternehmensangaben bei strategischen Projekten hauptsächlich externe IT-Supplier und Freelancer neue Themen umgesetzt, während sich interne Mitarbeiter mit alten Systemen beschäftigt haben. Diese Aufteilung wird  nun gedreht, um laut der Zurich die Digitalisierung konsequent weiterzuentwickeln. Zu 70 Prozent der IT-Wertschöpfung sollen sich die eigenen Speuzialisten mit strategischen Applikationen beschäftigen, während der Betrieb von Altsystemen, sogenannten Legacy Systemen, zu 80 Prozent an Partner ausgelagert wird. Mitarbeiter die sich bisher mit Legacy Systemen beschäftigt haben, werden derzeit für die neuen Themen geschult.


Weniger Partner, weniger Kosten



„Versicherungen sind ein Softwareprodukt, das heißt, wir brauchen exzellente Fähigkeiten in der Softwareentwicklung. Hierbei unterstützen uns unsere neuen vier strategischen Partner, mit denen wir im Skill Management und in der Softwareentwicklung im Sinne eines DevOps-Modells eng zusammenarbeiten “, so Becker. Der Begriff „DevOps“ setzt sich aus „Dev“ (Development, Entwicklung) und „Ops“ (Operations, Vorgänge) zusammen. Es geht dabei um eine Kultur zur Zusammenarbeit zwischen Softwareentwicklung und IT-Betrieb. Die strategischen IT-Dienstleister sind Tata Consultancy Services,  Cognizant, .Capgemini und DXC. Die Konsolidierung der strategischen Partner führt laut Zurich zusammen mit dem Ausbau der internen Fähigkeiten außer zu mehr Effektivität auch zu einem 15-prozentigem Kostenvorteil. Dadurch könne sich die eigene IT nachhaltig für die Zukunft und die Anforderungen des Marktes aufstellen. 


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