16.12.2021 Sparten/Produkte

Mit Kreditkarte den Arzt bezahlen

PassportCard ist eine Auslandskrankenversicherung für Expats, die wie eine Kreditkarte funktioniert. Versicherte müssen dabei keine Vorauszahlung für medizinische Leistungen erbringen.

Bei Behandlungen im Ausland ist die unklare Finanzlage und fehlende Kostentransparenz beim Arzt oder gar im Krankenhaus oft ein Problem. (Foto: © xyz+ - stock.adobe.com)
Bei Behandlungen im Ausland ist die unklare Finanzlage und fehlende Kostentransparenz beim Arzt oder gar im Krankenhaus oft ein Problem.
(Foto: © xyz+ - stock.adobe.com)

Für den Markteintritt mit einer Auslandskrankenversicherung war die Corona-Pandemie wohl genau der richtige Zeitpunkt. So sehen es zumindest die Macher von PassportCard, die im vergangenen Jahr ein solches Produkt für die Zielgruppe Expats gelauncht haben. Das sind Mitarbeiter, die ins Ausland entsandt werden, oftmals Fach- oder Führungskräfte, die zumeist für internationale Konzerne oder Organisationen arbeiten und ihre Familien mitnehmen.

Zahlen mit Karte

 

Die PassportCard Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg, die zur internationalen DavidShield-Gruppe gehört, fungiert als Vertriebsagent. Versicherer ist die AWP Health & Life S.A., ein Mitglied der Allianz-Gruppe. Bei PassportCard ist der Name Programm, denn alles dreht sich bei der privaten Auslandskrankenversicherung um die gleichnamige Karte, die wie eine Kreditkarte funktioniert. Das Besondere: Die Kosten für medizinische Leistungen wie Arztbesuche, verschriebene Medikamente oder Labortests müssen nicht vorgestreckt werden. Die Versicherten nehmen Kontakt mit PassportCard auf – via App oder per Telefon – und ihre Karte wird aufgeladen. Dabei können sie jeden Arzt aufsuchen, der als Zahlungsmittel Mastercard akzeptiert. PassportCard beurteilt dabei in Echtzeit für jeden Gesundheitsanbieter anhand weltweiter und ständig aktualisierter Behandlungsdaten, ob die Zahlung in dem Korridor liegt, der den minimalen und den maximalen Preis für eine Behandlung vorgibt.

Drei Tarife mit starker Leistungsdifferenzierung

 

Insgesamt stehen drei Tarife mit unterschiedlichen Deckungsgraden zur Verfügung: Compact, Comfort, Premium. Der Basis-Tarif deckt vor allem eine stationäre Versorgung im Krankenhaus und eine ambulante Grundversorgung, die PassportCard auf seiner Website als „eingeschränkt“ bezeichnet. Nach oben hin erweitert sich der Leistungskatalog deutlich. Im Premium-Tarif stehen zum Beispiel Therapie-, Assistance- und Wellness-Leistungen zur Verfügung. Kunden können Selbstbehalte hinzufügen und ihre Beiträge damit um bis zu 50 Prozent senken. Für Familien hat PassportCard außerdem einen Spezialtarif im Angebot, der z. B. auch die Kinderbetreuung abdeckt, sollten die Eltern ins Krankenhaus kommen.

Drei Fragen an:

Foto: PassportCard
Eithan Wolf, CEO PassportCard Deutschland GmbH

Was ist die Kern­leistung von PassportCard?

Versicherte können per App Zahlungen für medizinische Rechnungen und Arztkosten selbst freigeben. Die Kosten werden auf die PassportCard gebucht, die wie eine Kreditkarte funktioniert: keine Vorauszahlung, keine Formulare, kein Warten auf Rückerstattung.

Wie oft wird die Maximal­summe bei den Behandlungskosten überschritten?

Es ist fast unmöglich, dass der Zielkorridor überschritten wird bzw. die Karte nicht durchläuft. Falls das doch passiert, erhalten wir Informationen in Echtzeit und kontaktieren umgehend den Arzt. In den meisten Fällen würden wir die Zahlung für das Mitglied ermöglichen und sicherstellen, dass wir die Angelegenheit mit dem Provider auf direktem Weg weiterverfolgen.

Wie wollen Sie weiter wachsen?

Ich gehe davon aus, dass wir bald auch internationale Geschäftsreiseprodukte haben, die es uns ermöglichen, unseren Kunden einen One-Stop-Shop zu bieten.


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