18.03.2022 Sparten/Produkte

Allianz-Studie: Großteil der Arbeitgeber offen für bKV

Insbesondere größere Firmen planen laut einer Befragung der Allianz den Abschluss einer betrieblichen Krankenversicherung. Pflegebranche und Krankenhäuser zeigen sich dabei besonders interessiert. Die Zusatzversicherung gilt auch als wichtiges Instrument zur Mitarbeitergewinnung und -bindung.

Die bKV wird in Deutschland in Form einer Gruppenversicherung angeboten. Ist sie ausschließlich arbeitgeberfinanziert, spricht man von einer obligatorischen bKV. Bei der arbeitnehmerfinanzierten Variante, spricht man von einer fakultativen. (Foto: © Nuthawut - stock.adobe.com)
Die bKV wird in Deutschland in Form einer Gruppenversicherung angeboten. Ist sie ausschließlich arbeitgeberfinanziert, spricht man von einer obligatorischen bKV. Bei der arbeitnehmerfinanzierten Variante, spricht man von einer fakultativen.
(Foto: © Nuthawut - stock.adobe.com)

Seit 2015 hat sich die Anzahl der Firmen in Deutschland, die ihren Mitarbeitern eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) finanzieren, mehr als vervierfacht: Rund 17.500 Unternehmen sorgen demnach auf diese Weise inzwischen für die Gesundheit ihrer Belegschaft vor. Diese Zahl präsentierte jetzt die Allianz Private Krankenversicherung AG (APKV) im Zuge einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie unter Arbeitgebern durch das Marktforschungsinstitut infas quo.

Der Sparte wird allgemein weiterhin hohes Wachstumspotenzial bescheinigt. Das dürften auch die Münchener bei der Beauftragung im Blick gehabt haben, da ein wichtiges Ergebnis der Untersuchung ganz in ihrem Sinne als Produktgeber ausfällt: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Firmen, die noch keine bKV anbieten, steht ihr offen gegenüber, beschäftigt sich konkret damit oder plant sogar bereits, eine abzuschließen. Informationen zur Methodik der Studie oder weitere Ergebnisse veröffentlichte die Allianz nicht.

Welche Branchen besonders an einer bKV interessiert sind

 

Nur so viel: Laut Studie sind es vor allem größere Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden, die konkret über den Abschluss einer bKV nachdenken: Nahezu jedes vierte (24 Prozent) beschäftigt sich näher mit dem Thema bKV oder plant bereits konkret, eine solche Versicherung abzuschließen. Bei Betrieben mit 250 und mehr Beschäftigten trifft dies auf rund jeden fünften zu (18 Prozent). Auch hinsichtlich der Branchen gibt es Unterschiede: So zeigen sich die Pflegebranche und Krankenhäuser besonders interessiert an einer solchen Zusatzversicherung. Jeweils 25 Prozent der befragten Arbeitgeber planen hier einen Abschluss oder beschäftigen sich konkret damit. Ebenfalls sehr aufgeschlossen sind IT und Transportwesen.

Vorteil im Kampf um Talente

 

„Gerade diese Branchen ringen besonders um Fachkräfte“, sagt Jan Esser, Produktvorstand der APKV. „Gleichzeitig hat die Pandemie uns allen noch einmal verdeutlicht, wie wichtig eine gute Gesundheit ist. Mit der bKV zeigen Arbeitgeber glaubwürdig, dass sie sich um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern und nachhaltig etwas für deren Gesundheit tun.“ Für Vermittler lohne es sich, Firmenkunden auf das Produkt anzusprechen. Arbeitgeber könnten sich mit diesem ‚„Extra vom Chef“ Vorteile im Wettbewerb um die besten Talente verschaffen. Da ihre Leistungen außerdem regelmäßig erlebt werden, binde eine bKV bestehende Mitarbeiter an das Unternehmen und helfe dabei, die Fluktuation niedrig zu halten, so Esser.


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