08.09.2021 Sparten/Produkte

DKV: Geld für die Pflege vom Betrieb

Der ERGO-Krankenversicherer DKV bringt mit dem Pflegemonatsgeld „BonusMed Pflege Plus“ ein innovatives Produkt auf den Markt. Arbeitgeber können darüber ihre Mitarbeiter für den Pflegefall finanziell absichern.

Die gesetzlichen Pflegekassen bieten nur zum Teil finanziellen Schutz im Falle einer Pflegebedürftigkeit. Unternehmen können jetzt ihren Beitrag leisten und ihre Belegschaft als Ganzes absichern. (Foto: geralt/Pixabay)
Die gesetzlichen Pflegekassen bieten nur zum Teil finanziellen Schutz im Falle einer Pflegebedürftigkeit. Unternehmen können jetzt ihren Beitrag leisten und ihre Belegschaft als Ganzes absichern.
(Foto: geralt/Pixabay)

Das Dilemma.

Corona hat es einmal mehr gezeigt: Deutschlands Pflegekräfte haben nicht nur Applaus verdient, sondern höhere Löhne und eine bessere Personalausstattung in den Heimen. Für Pflegebedürftige bedeutet das jedoch: Die Kostenbelastung durch steigende Eigenanteile wird in Zukunft immer größer. Nach Berechnungen des Verbands der Ersatzkassen muss bereits heute jeder Pflegebedürftige im Bundesdurchschnitt monatlich 2125 Euro aus der eigenen Tasche bezahlen. Und auch die beschlossene Pflegereform entlastet hier nur bedingt. Das Grundproblem bleibt: Die gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine Grundsicherung. „Doch obwohl der Teilkaskocharakter bekannt ist, ist die Durchdringung der privaten Absicherung viel zu gering“, erläutert Ursula Deschka, Mitglied des Vorstands der ERGO Deutschland.

Der Pflegebaustein.

Umso wichtiger – auch Arbeitgeber können für Entlastung im Pflegefall sorgen. Im Rahmen ihrer betrieblichen Krankenversicherung (bKV) hat jetzt die DKV Deutsche Krankenversicherung ein innovatives Produkt auf den Markt gebracht. Das Pflegemonatsgeld „BonusMed Pflege Plus“ ermöglicht als bKV-Baustein eine zusätzliche Pflegevorsorge für alle Mitarbeiter, unabhängig von deren Alter oder Gesundheitszustand. „Das im Markt so bisher einmalige Angebot eignet sich hervorragend als Ergänzung zur gesetzlichen Pflegeversicherung“, so Deschka, Verantwortliche für das Segment Gesundheit.

Die Highlights.

Das kapitalgedeckte, nachhaltige Pflegemonatsgeld steht Unternehmen ab einer Größe von 25 Mitarbeitern in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Die Arbeitgeber sichern obligatorisch alle Mitarbeiter ab und übernehmen die Beiträge. Dafür verzichtet die DKV auf Gesundheitsprüfung, Ausschlüsse und Wartezeiten. So steht die gesamte Belegschaft ab dem ersten Tag unter Versicherungsschutz. Sogar Mitarbeiter mit bestehendem Pflegegrad, die eventuell noch in Teilzeit arbeiten können, sind abgesichert. Leistungsanspruch besteht bereits ab Pflegegrad 1, bei häuslicher und bei stationärer Pflege. Trotz des Verzichts auf Gesundheitsfragen bildet der Versicherer über die Vertragslaufzeit Alterungsrückstellungen. Wenn die Mitarbeiter in Rente gehen oder ihren Arbeitgeber wechseln, können sie das Produkt eigenfinanziert fortführen. Bei der Höhe der Leistungen haben die Unternehmen die Wahl: Ab 100 Mitarbeitern etwa sind 360, 720, 1080 oder 1440 Euro möglich. Bei vollstationärer Pflege fließt das vereinbarte Pflegemonatsgeld in allen Pflegegraden zu 100 Prozent. Bei häuslicher Versorgung: Bei Pflegegrad 1 zahlt der Versicherer zehn, ab 2 dann 30 Prozent.

Die Beiträge.

Die Beiträge richten sich individuell nach Unternehmen und Mitarbeiterdemografie. Ein Betrieb mit 50 Mitarbeitern – im Durchschnitt 32 Jahre alt – erhält auf Basis der konkret vorliegenden Einzelaltersverteilung die Absicherung von 720 Euro bereits für im Schnitt elf Euro pro Mitarbeiter und Monat.


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