17.03.2021 Vermittlerwelt

Wie die Corona-Pandemie die Ausbildungschancen verändert

Laut einer aktuellen Umfrage glaubt die Hälfte der jungen Menschen, dass sich die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt insgesamt verschlechtert haben. Die persönliche Situation und die beruflichen Perspektiven werden jedoch nicht ganz so negativ gesehen. Gute Möglichkeiten und freie Stellen bietet der Versicherungsvertrieb.

Knackpunkt Berufswahl: Die Frage, ob man sich für ein Studium oder eine Berufsausbildung entscheiden soll, treibt viele junge Menschen um. (Foto:  Jan Vašek/Pixabay)
Knackpunkt Berufswahl: Die Frage, ob man sich für ein Studium oder eine Berufsausbildung entscheiden soll, treibt viele junge Menschen um.
(Foto: Jan Vašek/Pixabay)

Nach rund einem Jahr Corona-Krise sehen junge Menschen die Ausbildungschancen schwinden. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unter 1005 Personen zwischen 18 und 30 Jahren. 51 Prozent der Befragten glauben demnach, dass sich die Chancen auf eine gute Ausbildung durch die Pandemie verschlechtert haben. Nur 30 Prozent sind dagegen der Ansicht, durch die Pandemie habe sich nichts verändert. Dass die Chancen gestiegen sind, meinen gar nur vier Prozent.

Persönliche Lage besser bewertet als Gesamtsituation

 

Die persönliche Lage wird indes weniger skeptisch gesehen. Die eigene berufliche- bzw. Ausbildungssituation hat sich demnach für 37 Prozent der 18- bis 30-Jährigen im Zuge der Pandemie tatsächlich verschlechtert. Für 43 Prozent ist sie unverändert und für 13 Prozent hat sie sich sogar verbessert. Trotz aller Veränderung im vergangenen Jahr sehen nur 13 Prozent der Befragten ihre derzeitige Lage in Ausbildung, Studium oder Job als „Schlecht“ oder „Sehr schlecht“ an. Einzige Ausnahme: Arbeitslose und Hartz-IV-Bezieher innerhalb der Altersgruppe sind pessimistischer.

14 Prozent der Befragten mussten wegen der Corona-Krise ihre Karrierepläne ändern, zwölf Prozent taten es, weil sie es wollten. Für 66 Prozent änderten sich die beruflichen Zukunftsabsichten nicht. Wer unter den Befragten schon beruftätig ist (534 Personen), hat trotz der Krise keine allzu große Angst vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes. Nur fünf Prozent machen sich sehr große Sorgen, 73 Prozent sehen ihren Arbeitsplatz als sicher an. Müssten sie sich jetzt um einen Arbeitsplatz bewerben, wären für die Befragten die Kriterien „Gutes Gehalt“ (62 Prozent) und „Sicherer Arbeitsplatz“ (55 Prozent) mit Abstand am wichtigsten.

Karriere in der Versicherungsbranche für viele vorstellbar

 

41 Prozent der Teilnehmer können sich prinzipiell eine Tätigkeit in der Versicherungswirtschaft vorstellen. Acht Prozent votierten hier eindeutig mit ja, für 33 Prozent wäre eine Versicherungskarriere denkbar, aber nur die zweite Wahl. Bei dieser Frage decken sich die Ergebnisse von Hochschulabsolventen und von Befragten mit einer Berufsausbildung. Vor allem im Versicherungsvertrieb sind derzeit Tausende von Stellen für junge Menschen unbesetzt.

Werde #Insurancer

Im Mai 2020 startete die Nachwuchsinitiative für den personellen Vertrieb des GDV. Sie richtet sich an 16- bis 30-Jährige und soll ein neues, modernes Bild des Versicherungsvermittlers zeichnen. Videos und Grafiken sollen Lust auf eine Karriere im Versicherungsvertrieb machen. Im Vordergrund steht Social-Media-Marketing, um die junge Zielgruppe zu erreichen. Ein Online-Stellenportal bildet offene Stellen für Azubis, duale Studierende und Quereinsteiger in einer interaktiven Deutschlandkarte ab. Versicherungsunternehmen können die Inhalte der Download-Seite für ihre Marketing- und Vertriebskommunikation nutzen.


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