28.09.2020 Vermittlerwelt

Erneuter Appell: Spitzenverbände fordern Ausweitung der Soforthilfen

Bonner Erklärung: Vermittlerverbände erwarten von der Politik Anpassungen bei den Soforthilfen für eigene Branchenangehörige. Bei der Reform der Riester-Rente und der digitalen Transformation sollten die Vermittler stärker einbezogen werden.

Themen wie der Provisionsdeckel und die BaFin-Aufsicht bleiben für die Vermittler aktuell. Sie fordern, den Mittelstand von Regulierungen zu entlasten. (Foto: © textune - stock.adobe.com)
Themen wie der Provisionsdeckel und die BaFin-Aufsicht bleiben für die Vermittler aktuell. Sie fordern, den Mittelstand von Regulierungen zu entlasten.
(Foto: © textune - stock.adobe.com)

Mehrere Vertreterorganisationen der Versicherungsvermittler erwarten von den politischen Entscheidungsträgern, die schwierige Situation der Vermittler in der Corona-Pandemie angemessen zu berücksichtigen und Soforthilfen an die im nächsten Jahr zu erwartenden Liquiditätsengpässe der Vertreter anzupassen. Diese Forderung ist Teil der Bonner Erklärung „Gestärkt aus der Krise – Die Exklusivvermittler zukunftsfähig machen”. Sie wurde am Freitag, den 25. September, beim 16. „Spitzentreffen“ des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), der Vorstände des Arbeitskreises Vertretervereinigungen der Deutschen Assekuranz (AVV) sowie der Vorstände der Vertretervereinigungen verabschiedet.

Weniger Regulierung, mehr Mitwirkung gefordert

 

Weitere Regulierungen, wie z.B. die Deckelung von Provisionen bei Lebensversicherungen und die Übertragung der Aufsicht über Finanzanlagenvermittler auf die BaFin, sollten ad acta gelegt werden. Vielmehr sei es an der Zeit, bestehende Gesetze und Verordnungen zu evaluieren und den Mittelstand zu entlasten. Angesichts der großen sozialpolitischen Bedeutung der Vermittlerbranche für die Absicherung der Bevölkerung fordern die Vertretervorstände von der Politik und den Versicherungsunternehmen, die Versicherungskaufleute bei der Reform der Riester-Rente miteinzubeziehen. Die Parteien sollten Vermittlerthemen bereits in den Wahlprogrammen für die kommende Bundestagswahl positiv berücksichtigen und Vorschläge für eine Entbürokratisierung und Entlastung des Mittelstands erarbeiten. An die Versicherungsunternehmen adressiert, verlangt das Spitzentreffen, die Vermittlerinteressen bei der digitalen Transformation der Branche angemessen zu berücksichtigen.

Das alljährlich im September stattfindende Bonner Spitzentreffen repräsentiert rund 40.000 Versicherungsvermittler in Deutschland und bildet damit nach Angaben des BVK die weitaus größte Interessenvertretung der Versicherungskaufleute hierzulande.


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