19.08.2025 Branche

Arbeitgeber melden: Mehr Nachwuchs am Start

Die Zahl der Auszubildenden und Dual Studierenden in der Assekuranz ist zuletzt deutlich gestiegen. Kein Wunder: Die Versicherungsbranche lockt mit guten Berufsaussichten.

Junge Leute, die mit ihren persönlichen Fähigkeiten und einer vollständigen Bewerbungsmappe überzeugen können, haben gute Chance auf einen Ausbildungsplatz in der Versicherungsbranche. Viele Unternehmen bieten auch Plätze für Dual Studierende. (Foto: © Racle Fotodesign – stock.adobe.com)
Junge Leute, die mit ihren persönlichen Fähigkeiten und einer vollständigen Bewerbungsmappe überzeugen können, haben gute Chance auf einen Ausbildungsplatz in der Versicherungsbranche. Viele Unternehmen bieten auch Plätze für Dual Studierende.
(Foto: © Racle Fotodesign – stock.adobe.com)

In Zeiten branchenweiter Nachwuchssorgen ist das eine gute Nachricht: Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Auszubildenden in den Versicherungsunternehmen deutlich erhöht. Insgesamt 11.400 junge Leute waren bei Versicherungsgesellschaften und Maklerunternehmen in Ausbildung (über alle Lehrjahre) oder absolvierten ein Duales Studium. Das waren rund acht Prozent mehr als 2023, wie eine Erhebung des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) unter allen 359 Mitgliedsunternehmen ergab. 

Ausbildungsquote leicht gestiegen

 

Auch die Zahl der Lehrstellen in den Agenturen stieg: um knapp neun Prozent auf 2430. Damit kletterte die Ausbildungsquote bei den Arbeitgebern (inklusive Agenturen) von 6,1 auf 6,4 Prozent. Dennoch: Für die Unternehmen blieb es mitunter herausfordernd, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für die Ausbildung oder das Duale Studium zu finden, wie eine weitere Untersuchung zeigt. 

Gut jedes zweite Unternehmen mit Vakanzen

 

Laut der gemeinsamen Ausbildungsumfrage des AGV und des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) ist zwar der Anteil der Unternehmen, die alle Stellen besetzen konnten, zuletzt um 15 Prozentpunkte auf 48 Prozent gestiegen. Wo dies jedoch nicht gelang, blieben sieben Prozent der Azubiplätze und 13 Prozent der Studierendenstellen vakant. 

Hauptprobleme waren die unzureichende Eignung der Bewerber (89 Prozent), die mangelnde Qualität der Bewerbungsunterlagen (74 Prozent), eine schlechte regionale Bewerbersituation (69 Prozent) oder die Tatsache, dass eine Neubesetzung nicht möglich war, nachdem die eingeplante Person abgesprungen war (48 Prozent).

Mehr als 80 Prozent werden übernommen

 

Andererseits: Wer sich einen Platz sichern kann, hat beste Chancen auf Erfolg. Laut der Untersuchung haben letztes Jahr immerhin 97 Prozent der Prüflinge ihren Abschluss bestanden. Und auch die anschließenden Berufsaussichten sind gut: nahezu drei Viertel (70 Prozent) der erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen wurden in den Innendienst oder in den angestellten Außendienst des Unternehmens übernommen. Mit 68 Prozent erhielt der Nachwuchs überwiegend unbefristete Arbeitsverträge (s. Grafik). Weitere zwölf Prozent der Absolventen bekamen einen Job im angestellten Außendienst von Agenturen.

 (Foto: AGV/BWV)
(Foto: AGV/BWV)

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