02.06.2022 Branche

2021 für Volkswohl Bund erfolgreich

Höhere Beitragseinnahmen und mehr Gewinn: Das vergangene Geschäftsjahr ist für die Volkswohl Bund Versicherungen gut gelaufen. Auch die Tochter Dortmunder Leben und die Sachsparte entwickelten sich ordentlich.

Die Beitragseinnahmen wuchsen bei der Dortmunder Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. stärker als im Markdurchschnitt. (Foto: VOLKSWOHL BUND)
Die Beitragseinnahmen wuchsen bei der Dortmunder Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. stärker als im Markdurchschnitt.
(Foto: VOLKSWOHL BUND)

Die Hauptgesellschaft des Konzerns, die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G., ist im Geschäftsjahr 2021 überdurchschnittlich gewachsen und hat nach eigenen Angaben gute Ergebnisse erzielt. Die gesamten Beitragseinnahmen wuchsen demnach um 3,8 Prozent auf 1,60 Milliarden Euro. Die laufenden Beitragseinnahmen stiegen um 1,9 Prozent, die Einmalbeiträge um 15,6 Prozent auf 245 Millionen Euro. Bei Letzteren handelt es sich größtenteils um Zulagen und Zuzahlungen zu Riester- und Basisrentenverträgen oder Einmalbeiträge zu Rentenversicherungen.

Gestiegener Überschuss stärkt Substanz

 

Der Überschuss nach Direktgutschrift und Steuern betrug 216 Millionen Euro – 15,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon wurden der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) 204 Millionen Euro zugewiesen. Die gesamten passivseitigen Sicherheitsmittel (einschließlich des Fonds für Schlussüberschussanteile) erhöhten sich um 58,9 Millionen Euro und überschreiten laut Volkswohl Bund nun erstmals die Milliardenmarke. Das Eigenkapital stieg um 6,1 Prozent auf 209 Millionen Euro. Die laufende Durchschnittsverzinsung der Kapitalanlagen ging von 4,1 auf 3,7 Prozent zurück. Der Zinszusatzreserve als Teil der Deckungsrückstellung wurden 267 Millionen Euro zugeführt – 14 Millionen weniger als im Vorjahr. Den Versicherungsnehmern wurden rechnungsmäßige Zinsen in Höhe von 347 Millionen Euro gutgeschrieben – etwa 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. 

Höhere Ausgaben für Versicherte

 

Die Leistungen für Abläufe, Versicherungsfälle und Renten stiegen um 10,2 Prozent auf 557 Millionen Euro. Hiervon entfielen 384 Millionen Euro (2020: 347 Millionen) auf Ablaufleistungen, 33,3 Millionen Euro (28,8 Millionen) auf Todesfallleistungen, 69,5 Millionen Euro (66,0 Millionen) auf Berufsunfähigkeitsrenten und 69,6 Millionen Euro (63,4 Millionen) auf sonstige Rentenleistungen. Die Aufwendungen für Rückkäufe stiegen um 11,0 Prozent auf 235 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr wurden außerdem 43,8 Millionen Euro Überschussguthaben ausgezahlt.

Sachsparte: wenig Schäden, hoher Überschuss

 

Die Beitragseinnahmen der Volkswohl Bund Sachversicherung AG stiegen um 1,5 Prozent auf 86,3 Millionen Euro. Nach wie vor waren die Unfall- und die Kraftfahrtversicherung mit einem Anteil von 36 und 33 Prozent an den Beitragseinnahmen die größten Sparten. Die Kraftfahrtversicherung verzeichnete mit einem Plus der Beiträge von 5,6 Prozent auf 28,5 Millionen Euro den größten Anstieg, gefolgt von der Haftpflichtversicherung, deren Beitragseinnahmen um 1,8 Prozent auf 14,1 Millionen Euro gestiegen sind.Von den dramatischen Starkregenfällen und Überschwemmungen Mitte Juli war der Versicherer nach eigener Aussage „nur in einem begrenzten Umfang betroffen“.  Der Jahresüberschuss von 7,9 Millionen Euro nach Steuern.

Zum Volkswohl Bund gehört auch die Dortmunder Lebensversicherung AG, die sich auf biometrische Risiken spezialisiert hat. Hier lag der Neuzugang in laufendem Jahresbeitrag bei 4,6 Millionen Euro. Der Bestand an laufenden Beiträgen stieg damit zum Ende des Jahres um 11,6 Prozent auf 24,1 Millionen Euro. Weitere Zahlen zu dieser Tochtergesellschaft nannte der Versicherer in einer Mitteilung nicht.


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