23.02.2022 Branche

2021 lief für Munich Re besser als erwartet

Mit 2,9 Milliarden Euro fiel der Gewinn des größten Rückversicherers der Welt höher aus als geplant – und soll in diesem Jahr weiter steigen. Die Erstversicherungstochter Ergo trug etwas mehr als ein Fünftel zum Konzernprofit bei.

Munich-Re-Konzernzentrale: Fürs laufende Jahr rechnen die Münchener mit Rekordbeitragseinnahmen von rund 61 Milliarden Euro. (Foto: © Munich Re )
Munich-Re-Konzernzentrale: Fürs laufende Jahr rechnen die Münchener mit Rekordbeitragseinnahmen von rund 61 Milliarden Euro.
(Foto: © Munich Re )

Im Geschäftsjahr 2021 hat die Munich Re einen Gewinn von 2,93 Milliarden Euro eingefahren (plus 142 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und damit ihr Ziel von 2,8 Milliarden Euro übertroffen. Die gebuchten Bruttobeiträge des laut Ranking der Ratingagentur AM Best mittlerweile wieder größten Rückversicherers der Welt stiegen 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent auf 59,6 Milliarden Euro, den bislang höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. „2021 war ein gutes Jahr für Munich Re. Wir haben unser Gewinnziel übertroffen und gleichzeitig die Stärke unserer Bilanz trotz der hohen Inflation weiter erhöht“, sagt Vorstandschef Joachim Wenning.

Aktionäre profitieren doppelt



Nach Jahr Eins des Strategieprogramms Ambition 2025 sei Munich Re auf Kurs, die darin formulierten finanziellen Ziele zu erreichen. Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine Eigenkapitalrendite von 12,6 Prozent verdient. Das Ergebnis je Aktie stieg 2021 um 4,7 Prozent. Der Vorschlag des Vorstands, eine Dividende von elf Euro je Aktie zu bezahlen, entspräche einer prozentualen Steigerung von 12,2 Prozent – und auf Basis des aktuellen Kurses einer Dividendenrendite von etwa 4,4 Prozent. Außerdem plant das DAX-Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro. Die Solvenzquote betrug – unter Abzug der vorgeschlagenen Dividende – zum Ende des Jahres ca. 227 Prozent (31.12.2020: 208 Prozent).


Starke Rückversicherung, ordentliche Erstversicherung



Das Geschäftsfeld Rückversicherung steuerte im Geschäftsjahr 2021 rund 2,3 Milliarden Euro zum Konzernergebnis bei – trotz zahlreicher Naturkatastrophen und erheblicher Covid-19-bedingter Schäden in der Rückversicherung Leben/Gesundheit ist das mehr dreimal so viel wie im Vorjahr. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um knapp elf Prozent auf 41,35 Milliarden Euro. Das Geschäftsfeld Ergo kam auf einen Gewinn von 605 (Vorjahr: 517) Millionen Euro. Damit habe die Erstversicherungssparte ihr Gewinnziel trotz Belastungen aus Großschäden erreicht. Die Beitragseinnahmen stiegen in allen drei Segmenten, im Segment Schaden/Unfall Deutschland sogar überdurchschnittlich. Die gesamten Beitragseinnahmen erhöhten sich um 3,9 Prozent  auf 19,17 Milliarden Euro.


Schwächere Kapitalanlage, ambitioniertes Gewinn-Ziel



Das Kapitalanlageergebnis von Munich Re sank 2021 um etwa 3,3 Prozent auf 7,16 Milliarden Euro. Das entspricht bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert des Portfolios insgesamt einer Rendite von 2,8 Prozent. Der Bestand an Kapitalanlagen stieg im Vergleich zum Jahresende 2020 zu Buchwerten um gut drei Prozent auf 240,3 Milliarden Euro. Man sei „sehr gut aus den Startblöcken gekommen“, sagt Vorstandschef Wenning. „Diesen Schwung und das günstige Marktumfeld werden wir konsequent nutzen und unseren Gewinn im laufenden Jahr auf 3,3 Milliarden Euro steigern.“


Weitere Artikel

Listing

24.01.2023 Branche

Tagesgeld von der Allianz

Die Allianz hat den Zinssatz für ihr „ParkDepot” auf attraktive 2,0 Prozent erhöht. Die Idee ist, dass etwa Lebensversicherungskunden oder Erben ihr Vermögen dort einzahlen, bis sie entschieden haben, was sie damit anfangen sollen.

> weiterlesen
Listing

20.01.2023 Branche

Stuttgarter setzt auf Nachhaltigkeit

Der Versicherer die Stuttgarter ist den UN-Prinzipien für verantwortungsbewusstes Investieren beigetreten. Außerdem arbeitet das Unternehmen daran, den eigenen CO₂-Fußabdruck zu verkleinern, und schult Vertriebspartner in Sachen Nachhaltigkeit.

> weiterlesen
Listing

09.01.2023 Branche

Versicherungskammer schlägt sich wacker

Der Konzern Versicherungskammer hat 2022 gegenüber dem Vorjahr rund 300 Millionen an Beitrageineinnahmen eingebüßt. Hintergrund ist vor allem der branchenweit übliche Rückgang bei den Einmalbeiträgen im Lebensversicherungsgeschäft. Bei den laufenden Beiträgen lief es in allen Sparten ordentlich – und auch das Jahresergebnis fiel höher aus.

> weiterlesen