26.01.2022 Branche

ALH-Gruppe nimmt Fünf-Milliarden Euro-Hürde

Die Alte Leipziger-Hallesche hat ein wachstumsstarkes Jahr 2021 hinter sich – und erreicht nach vorläufigen Zahlen zusammen mit der Bauspartochter erstmals einen Gesamtumsatz von über fünf Milliarden Euro. Die Leben-Sparte legt vor allem dank bAV deutlich zu.

In der Stuttgarter Alte-Leipziger-Zentrale führt man die erfreuliche Geschäftsentwicklung auch auf die Positionierung im Maklermarkt zurück. (Foto: ALTE LEIPZIGER)
In der Stuttgarter Alte-Leipziger-Zentrale führt man die erfreuliche Geschäftsentwicklung auch auf die Positionierung im Maklermarkt zurück.
(Foto: ALTE LEIPZIGER)

Die Alte Leipziger-Hallesche-Gruppe hat im vergangenen Jahr in ihren drei Kerngesellschaften teilweise deutliches Wachstum verzeichnet. Das zeigen die vorläufigen Geschäftsergebnisse des Konzerns. Danach ist das Neugeschäft der Alte Leipziger Lebensversicherung gegenüber dem Vorjahr um mehr als acht Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gestiegen. Dazu hat nach Unternehmensangaben insbesondere die betriebliche Altersvorsorge mit einem Plus von 34 Prozent im laufenden Beitrag beigetragen. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um nahezu fünf Prozent auf 2,91 Milliarden Euro. Erwartet wird ein Rohüberschuss auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie von deutlich über 300 Millionen Euro.

Hallesche Kranken: Neugeschäft läuft trotz Corona

 

Die Hallesche Krankenversicherung verzeichnete 2021 gegenüber 2020 beim Neugeschäft im Vergleich zu 2020 ein Plus von über drei Prozent. Die gebuchten Bruttobeiträge summierten sich auf 1,37 Milliarden Euro, 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Versicherer hebt den sehr starken Zuspruch zur betrieblichen Krankenversicherung hervor. Außerdem habe die Vollversicherung habe ein höheres Wachstum als in den Vorjahren abgeliefert. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen dagegen weniger stark als erwartet. Hintergrund ist hier der Rückgang an Arzt- und Krankenhausbesuchen infolge der Corona-Pandemie. Mit einem Rohüberschuss von deutlich über 200 Millionen Euro konnte die Hallesche das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte erzielen.

Sachversicherung: Gewerbegeschäft wächst weiter

 

Auch die Alte Leipziger Versicherung hat das Jahr über Plan abgeschlossen. Dies sei hauptsächlich auf die Gewerbe-Sparten zurückzuführen. Die gebuchten Bruttobeiträge erreichten 393 Millionen Euro (plus 2,5 Prozent). Die Netto-Combined-Ratio wurde weiter gesenkt, sie liegt voraussichtlich bei 97,5 Prozent. Zwar entfielen auf das Sturmtief „Bernd” Bruttoaufwendungen von etwa 68 Millionen Euro, doch ein Großteil sei durch Rückversicherungsverträge gedeckt gewesen.

Maklermarkt als wichtige Stütze

 

Zusammen mit der Alte Leipziger Bauspar und Trust bilden die drei Versicherer die ALH-Gruppe. Insgesamt hat der Konzern 2021 den Gesamtumsatz von 4,89 auf 5,06 Milliarden Euro gesteigert – ein Plus von 3,4 Prozent. „Das Wachstum ist sehr erfreulich und auf die langfristige Positionierung der ALH Gruppe im Maklermarkt zurückzuführen”, sagt der Vorstandsvorsitzende Christoph Bohn. „Finanzstabilität, Service- und Vermittlerorientierung sowie der frühzeitige strategische Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge und die Investition in die betriebliche Krankenversicherung sind die Eckpfeiler dieser Positionierung.” Der Auf- und Ausbau von digitalen Vermittler- und Kundenservices stehe im laufenden Jahr im Mittelpunkt der Bemühungen.


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