01.11.2022 Branche

Alternative Investments: Munich Re und Hannover Rück kooperieren

Deutschlands größte Rückversicherer haben ein Joint Venture gegründet. Munich Re und Hannover Rück wollen künftig bei Investitionen in alternative Anlagen zusammenarbeiten.

Ob Immobilien, verbriefte Kredite, Private Equity oder Infrastrukturprojekte – alternative Finanzinstrumente versprechen attraktive Renditen und bieten Investoren die Möglichkeit zur Risikostreuung ihres Anlageportfolios. (Foto: @ Vitalii Vodolazskyi - stock.adobe.com)
Ob Immobilien, verbriefte Kredite, Private Equity oder Infrastrukturprojekte – alternative Finanzinstrumente versprechen attraktive Renditen und bieten Investoren die Möglichkeit zur Risikostreuung ihres Anlageportfolios.
(Foto: @ Vitalii Vodolazskyi - stock.adobe.com)

Die beiden größten deutschen Rückversicherer, Münich Re und Hannover Rück, wollen in der Kapitalanlage gemeinsame Sache machen. Ende Oktober haben die Branchenschwergewichte beim Bundeskartellamt ein entsprechendes Gemeinschaftsunternehmen angemeldet. Ziel des Joint Ventures ist, „im Bereich der Kapitalanlagen selektiv Investitionen in alternative Assetklassen zu verfolgen“, heißt es laut Medienberichten bei beiden Versicherern. Es solle auch dazu dienen, die Diversifikation in einem gemeinsamen Portfolio zu verbessern. Zum Investitionsvolumen oder zum Namen des Gemeinschaftsunternehmens äußerten sich die Unternehmen nicht.

Mehr Möglichkeiten alternativ zu investieren

 

Kooperationen dieser Art sind derzeit ein Branchentrend. Der Zusammenschluss könnte es beiden Unternehmen erlauben, größere Beteiligungen im Marktsegment der alternativen Investments einzugehen. Denn normalerweise sind Rückversicherer verpflichtet, ihr Geld eher konservativ anzulegen, um Großschaden-Ereignisse absichern zu können, bei denen selbst ein einzelnes Ereignis immense Summen verschlingen kann. Im Vergleich zu den Erstversicherern benötigen die Rückversicherer zudem tendenziell auch eine höhere Eigenkapitalausstattung.

Hoffen beide Partner auf höhere Renditen?

 

Zu alternativen Assetklassen werden nicht öffentliche Beteiligungen gezählt, etwa Infrastrukturprojekte, Investment in Rohstoffe, Immobilien oder Risikobeteiligungen außerhalb des regulierten Aktienmarktes. Aber auch Kryptowährungen zählen dazu. Hinzugerechnet werden ebenfalls sogenannte CAT-Bonds: Katastrophenanleihen, deren Zahlungspflicht vom Eintritt einer bestimmten Naturkatastrophe abhängt. Auch diese werden außerbörslich gehandelt. Ein Vorteil: Aufgrund des höheren Risikos werfen die alternativen Anlagen mitunter höhere Renditen ab. Aber auch ökologische Projekte und die Entwicklung von Zukunftstechnologien sind oft über Risikobeteiligungen organisiert. In welche Assetklassen konkret investiert werden soll, teilten die Versicherer aber nicht mit.


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