11.05.2022 Branche

Barmenia legt überdurchschnittliche Zahlen vor

Die Barmenia-Versicherungsgruppe wächst deutlich stärker als der Markt. Sachversicherung und Leben bringen ein starkes Beitragswachstum, in der wichtigsten Sparte Krankenversicherung legten allerdings in erster Linie die Zusatzpolicen zu.

In der Wuppertaler Barmenia-Zentrale können sich die Verantwortlichen über ein deutliches Beitragsplus im vergangenen Jahr freuen. (Foto: Barmenia)
In der Wuppertaler Barmenia-Zentrale können sich die Verantwortlichen über ein deutliches Beitragsplus im vergangenen Jahr freuen.
(Foto: Barmenia)

Die Barmenia-Versicherungsgruppe (bestehend aus Allgemeine, Kranken und Leben) verzeichnet für das Jahr 2021 ein Beitragsplus von 11,5 Prozent auf über 2,6 Milliarden Euro. „Auch das Jahr 2021 war in jeder Hinsicht anspruchsvoll. Trotzdem konnten wir unsere Geschäftsergebnisse noch einmal ausbauen und unsere Ziele erreichen“, sagt Andreas Eurich, Vorsitzender der Vorstände der Barmenia, Versicherungen. Deutschlandweit beschäftigten die drei Unternehmen der Gruppe im Jahr 2021 rund 4300 Mitarbeiter.

Sachversicherung: Erfolg mit Tierversicherungen

 

In der Sachsparte wuchsen die gebuchten Bruttobeiträge im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,8 Prozent auf 244,0 Millionen Euro, die Zahl der Verträge stieg um 10,6 Prozent auf 1,34 Millionen. Damit entwickelte sich die Allgemeine nach Unternehmensangaben erneut deutlich besser als der Markt. Wachstumstreiber im Jahr 2021 waren laut Barmenia die Haftpflicht- sowie Hausrat- und Wohngebäudeversicherung und die Tierversicherung. Durch die Schäden infolge Starkregen und Hochwasser im Zusammenhang mit dem Sturmtief „Bernd“ stiegen die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle der Barmenia Allgemeine um 30,8 Prozent auf 169,9 Millionen Euro steigerten. Dennoch sei das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung mit 1,7 Millionen Euro positiv gewesen.

Krankenversicherung: Dickes Plus bei Zusatzpolicen

 

Mit einem Bestandszuwachs von 28,4 Prozent auf nunmehr über 1,8 Millionen Versicherte entwickelte sich die Krankenversicherung im Marktvergleich überdurchschnittlich. Darin enthalten sind 1,50 Millionen Personen aus der Krankheitskosten-Ergänzungsversicherung. In der Krankheitskosten-Vollversicherung verringerte sich der Bestand und verzeichnete 299.581 versicherte Personen (minus 0,3 Prozent). Die gebuchten Brutto-Beiträge erhöhten sich im Geschäftsjahr so um 12,1 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro, was sich zum einen aus der Tarifanpassung, aber auch aus dem Neugeschäft in der Krankheitskosten-Ergänzungsversicherung (plus 16,2 Prozent) begründet. Das versicherungsgeschäftliche Ergebnis erhöhte sich um 49 Prozent auf 269,1 Millionen Euro (Vorjahr: 180,6 Millionen).

Die arbeitgeberfinanzierte tarifliche Pflegevorsorge, „CareFlex Chemie“, die die Barmenia Krankenversicherung AG gemeinsam mit der R+V anbietet, sei erfolgreich angelaufen und verzeichnete bereits im ersten Jahr mehr als 400.000 Versicherte. Die Branchenlösung, die zwischen der Gewerkschaft IG BCE und dem Arbeitgeberverband BAVC verhandelt wurde, könnte nach Ansicht des Unternehmens als Blaupause für Überlegungen in der Politik dienen, bei der anstehenden Pflegereform auch betriebliche Lösungen in Betracht zu ziehen.

Lebensversicherung: Starkes Wachstum



Die Barmenia Lebensversicherung konnte nach Unternehmensangaben 2021 die gute Absatzleistung des Vorjahres noch übertreffen. Maßgeblich für diese positive Entwicklung sei demnach die hohe Nachfrage nach Fondsprodukten gewesen. Die gebuchten Bruttobeiträge erreichten einen Stand von 286,7 Millionen Euro (Vorjahr: 262,0 Millionen) – ein Plus von 9,4 Prozent. Die darin enthaltenen laufenden Beiträge (233,6 Millionen Euro) wuchsen im Vorjahresvergleich um 6,3 Prozent. Die erzielte Beitragssumme betrug 1,34 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,08 Milliarden). Das Annual Premium Equivalent (APE), also das Neugeschäft unter Einbeziehung der Einmalbeiträge, lag im abgelaufenen Jahr bei 43,2 Millionen Euro (Vorjahr: 34,6 Millionen).


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