28.01.2021 Branche

Bayerische-Bilanz: Gewinn geht leicht zurück

Die Versicherungsgruppe die Bayerische konnte nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 in der Lebens- und Sachversicherung bei den Beitragseinnahmen zulegen. Beim Jahresüberschuss bahnt sich jedoch ein leichter Gewinnrückgang an.

Gute Zahlen aus München von der Bayerischen: Die Coronakrise brachte keinen Einbruch des Versicherungsgeschäfts mit sich. (Foto: die Bayerische)
Gute Zahlen aus München von der Bayerischen: Die Coronakrise brachte keinen Einbruch des Versicherungsgeschäfts mit sich.
(Foto: die Bayerische)

Das Geschäftsjahr 2020 verlief bei der Versicherungsgruppe die Bayerische trotz der Coronakrise aus Unternehmenssicht positiv. Insgesamt stiegen die Brutto-Beitragseinnahmen auf über 620 Millionen Euro (Vorjahr 607 Millionen Euro) und damit um rund zwei Prozent. Auch die Anzahl der Kunden entwickelte sich positiv. Sie stieg um rund zehn Prozent auf 990.000. Der Jahresüberschuss werde etwas geringer als im Vorjahr ausfallen, endgültige Zahlen fehlten aber noch. 2019 lag er bei 13 Millionen Euro. Gleichzeitig wurden Investitionen in Prozesse, Digitalisierung und Personal im vergangenen Jahr deutlich verstärkt. Das Investment in IT verdreifachte sich 2020 auf mehr als 19 Millionen Euro.

Jahresüberschuss wohl knapp unter Vorjahresniveau

 

„Die Bayerische hat ihre ambitionierten Wachstumsziele für 2020 erreicht und zeigt mit den erfreulichen Geschäftsergebnissen, dass sie gerade auch in Krisenzeiten resilient aufgestellt ist. Wir werden unsere Planung des Jahresüberschusses deutlich übertreffen und nahe dem Niveau des Vorjahres liegen. Damit bauen wir unser Eigenkapital weiter auf," sagt Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe die Bayerische. Man plane im Geschäftsjahr 2021 mit weiterem Wachstum, bereite sich aber gleichsam auch auf weitere wirtschaftliche Folgen der Coronakrise vor.

Wachstum bei Beiträgen über Marktdurchschnitt

 

Bei der Bayerische Lebensversicherung AG stiegen die gebuchten Beiträge um 23 Prozent von 275 Millionen Euro auf 338 Millionen Euro und bei der Bayerische Allgemeine Versicherung AG um 14 Prozent von 156 Millionen Euro auf 178 Millionen Euro. In beiden Sparten entwickelt sich die Bayerische nach Vergleichszahlen des GDV demnach besser als der Markt. Dem starken Anstieg in den Tochtergesellschaften steht jedoch ein starker Rückgang bei der Muttergesellschaft, der Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G., entgegen. Sie ist bereits seit Jahren nicht mehr operativ tätig und zeichnet kein Neugeschäft, wie eine Sprecherin auf VP-Nachfrage erklärte.


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