08.04.2022 Branche

Bilanz: Gothaer mit guten 2021er-Zahlen

Drei Prozent mehr Beitragseinnahmen, sogar 13,4 Prozent höherer Konzern-Jahresüberschuss. Die Gothaer sieht sich weiter auf Wachstumskurs und profitiert besonders vom Firmenkundengeschift.

In der Kölner Gothaer-Zentrale ist man mit den Vorjahreszahlen durchaus zufrieden. (Foto: Gothaer)
In der Kölner Gothaer-Zentrale ist man mit den Vorjahreszahlen durchaus zufrieden.
(Foto: Gothaer)

Aktuelle Herausforderungen, Corona-Pandemie, Unwetterkatastrophe im Sommer: Es sind diese Begriffe, die offenbar bei Deutschlands Versicherern die ordentlichen Jahreszahlen noch stärker glänzen lassen sollen. Allerdings scheint beispielsweise das Thema Corona zwar vielfach die organisatorischen Abläufe in den Unternehmen durcheinandergewirbelt zu haben (Stichwörter Homeoffice und Digitalisierung) – die Kunden hat es aber nicht in die Flucht geschlagen.

Mehr Eigenkapital, mehr Überschuss



Das zeigt sich auch bei der Bilanz des Kölner Gothaer-Konzerns, die nun Vorstandschef Oliver Schoeller präsentiert hat. Demnach wuchs der Konzern gemessen an den Beitragseinnahmen um drei Prozent auf 4,69 Milliarden Euro. Dabei hätten alle Sparten zum Wachstum beigetragen. Auch in einem „herausfordernden Marktumfeld“ konnte die Konzern-Eigenkapitalbasis weiter gestärkt werden: Zum Jahresende 2021 lag das Eigenkapital bei 1,42 Milliarden Euro, knapp 100 Millionen mehr als im Vorjahr. Der Konzern-Jahresüberschuss stieg um 13,4 Prozent und erreichte 82 Millionen Euro. Nach Einschätzung von Schoeller ist der Erfolg vor allem darauf zurückzuführen, dass die Gothaer ihre Position als führender Partner für den Mittelstand weiter ausgebaut habe: Die Bruttobeitragseinnahmen im gesamten Firmenkundengeschäft stiegen demnnach 2021 von 1,28 im Vorjahr auf 1,35 Milliarden Euro.


Komposit bringt den Gewinn



Die gebuchten Bruttobeiträge der Gothaer Allgemeine Versicherung AG stiegen um 4,2 Prozent und überschritten erstmalig die Schwelle von zwei Milliarden Euro. Das Geschäft mit Unternehmerkunden erreichte 1,05 Milliarden Euro (plus 5,6 Prozent). Der Jahresüberschuss der Gothaer Allgemeine lag am Jahresende bei 80 Millionen Euro. Der Sachversicherer habe damit laut Bereichschef Thomas Bischof „in einem herausfordernden Jahr“ eine hohe Resilienz gezeigt und leiste einen bedeutenden Beitrag zum Konzernergebnis – tatsächlich mehr oder weniger den einzigen.


Leben und Kranken setzen auf Betriebe



Die gebuchten Bruttobeiträge der Gothaer Lebensversicherung AG stiegen 2021 um lediglich 0,2 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro. Der zuständige Vorstand Michael Kurtenbach hebt hier das Plus in der betrieblichen Altersvorsorge um 35 Prozent besonders hervor. Gleiches berichtet seine Kollegin Sylvia Eichelberg über die betriebliche Krankenversicherung, wo die „Nettoproduktion um 116 Prozent stieg“. Die gebuchten Bruttobeiträge der Gothaer Krankenversicherung AG lagen mit 909 Millionen Euro insgesamt um 2,2 Prozent über dem Niveau von 2020.


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