29.05.2020 Branche

Condor Leben schrumpft um neun Prozent

Die R+V-Tochter Condor musste im Geschäftsjahr 2019 im Lebensversicherungs­geschäft einen deutlichen Rückgang hinnehmen. Das starke Minus beim Einmalbeitrag wurde aber zugunsten eines zukünftig nachhaltigeren Wachstums durch laufende Beiträge einkalkuliert.

In der Hamburger Zentrale der Condor setzt man ganz auf das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag. (Foto: Condor Versicherungen)
In der Hamburger Zentrale der Condor setzt man ganz auf das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag.
(Foto: Condor Versicherungen)

Die Condor Lebensversicherungs-AG setzt in Zukunft verstärkt auf laufende Beiträge. Für das abgelaufene Geschäftsjahr bedeutet diese Strategie aber zunächst einen starken Rückgang. Die gebuchten Bruttobeiträge reduzierten sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent auf insgesamt 268,4 Millionen Euro, was insbesondere auf den Rückgang der Einmalbeiträge um 40,4 Prozent auf 55,5 Millionen Euro zurückzuführen ist. Die laufenden Beiträge erhöhten sich hingegen um 5,7 Prozent auf 212,9 Millionen Euro. Auf Versicherungsprofi-Nachfrage sagte ein Unternehmenssprecher, dass diese Geschäftsentwicklung im Bereich der Erwartungen liegt.

Nachhaltigeres Wachstum durch laufende Beiträge

 

Das Unternehmen konzentriert sich nach eigenen Angaben ganz auf das Wachstum im Neugeschäft gegen laufenden Beitrag. Dieser stieg im Vergleich zu 2018 um 43,2 Prozent auf 23,5 Millionen Euro, während sich der einmalige Neubeitrag gegenüber dem Vorjahr um 45,3 Prozent auf 49 Millionen Euro reduzierte. „Für ein profitables und nachhaltiges Wachstum haben wir uns ganz bewusst auf laufende Beiträge konzentriert“, sagte Vertriebsvorstand Dr. Ulrich Hilp. Den größten Anteil am Wachstum der laufenden Beiträge im Neugeschäft 2019 hatten die zum Juli 2019 überarbeitete Fondspolice sowie die neue Berufsunfähigkeitsversicherung. „Wie sich das Geschäft im Rest des Jahres entwickeln wird, lässt sich aufgrund der Corona-Pandemie schwer vorhersagen“, so Hilp weiter.


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