17.03.2022 Branche

DVAG fett im Plus – auch dank Riester

Die Deutsche Vermögensberatung wächst zweistellig. Deutschlands größter Finanzvertrieb fährt nach Umsatz das siebte Rekordjahr in Folge ein – und realisiert überraschend ein Drittel des gesamten Riester-Neugeschäfts der Versicherungsbranche.

Die bei der DVAG in Frankfurt beschäftigten über 18.500 hauptberuflichen Vermögensberater waren auch im vergangenen Jahr erfolgreich im Einsatz. (Foto: DVAG)
Die bei der DVAG in Frankfurt beschäftigten über 18.500 hauptberuflichen Vermögensberater waren auch im vergangenen Jahr erfolgreich im Einsatz.
(Foto: DVAG)

Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) bleibt eine Gelddruckmaschine: Die Umsatzerlöse stiegen im vergangenen Jahr um 13,1 Prozent auf 2,24 Milliarden Euro, der Konzernjahresüberschuss sogar noch etwas stärker (plus 14,1 Prozent) auf 241,6 Millionen Euro – eine zweistellige Umsatzrendite. Unternehmenschef Andreas Pohl ist entsprechend zufrieden: „Wir haben in den letzten Jahren den Umsatz nahezu verdoppelt. Dieser hat nun die Zwei-Milliarden-Euro-Marke deutlich überschritten, ein echter Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.“

Mehr Vermittler, mehr Marktanteil



Als Erfolgsgaranten sieht die nicht unumstrittene Vertriebsorganisation die mittlerweile rund 18.500 Vermögensberater, die nach Pohls Angaben auch im Coronajahr 2021 „mehr als 16.000 Anträge pro Tag“ erreicht hätten. Der Gesamtbestand aller Verträge einschließlich Baudarlehen erreichte ein Volumen von 234 Milliarden Euro – ein Plus von fünf Prozent. In der gesamten Lebensversicherung hat die DVAG das Neugeschäft um 11,2 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro (Versicherungssumme) erhöht. Mit einem Marktanteil gemessen am laufenden Beitrag von inzwischen 8,4 Prozent stelle man seine führende Position in der Beratung zur Altersvorsorge eindrucksvoll unter Beweis. Dazu muss man allerdings wissen, dass der Branchenprimus exklusiver Vertriebspartner der Generali-Gruppe in Deutschland ist.


DVAG als Riester-Renten-Retter?



Besonders bemerkenswert ist der Erfolg in einem Segment, das zeitweise unter – auch politischem – Druck stand: die Riester-Rente. Die Anzahl neu vermittelter Verträge (eingelöstes Neugeschäft) stieg um 33 Prozent auf 111.957, der Marktanteil von 30,4 auf 36,1 Prozent. Tatsächlich hatte es auch im Gesamtmarkt einen kleinen Riester-Boom gegeben: Kunden hatten 2021 nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rund 310.000 Verträge neu abgeschlossen. Interessant: Das Plus von einem Drittel bei der DVAG entspricht mit rund 37.000 Verträgen zahlenmäßig mehr oder weniger dem gesamten Branchenplus von zwölf Prozent – die gut geölte Vertriebsmaschinerie wäre demnach allein für die positive Riester-Entwicklung verantwortlich.

Immerhin lief es in einem benachbarten Segment ähnlich gut: In der staatlich geförderten Basisrente (Rürup-Rente) konnten 20.486 Verträge neu vermittelt werden, ein Plus gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 39,2 Prozent, bei einem Marktanteil von 17,2 Prozent.


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