23.05.2024 Branche

Generali mit ordentlichem Quartalsgewinn

„Dank eines soliden Beitrags aller Geschäftsbereiche” ist der operative Gewinn der Generali gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,5 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro gestiegen. Das Volumen der gebuchten Bruttobeiträge des italienischen Versicherungskozerns wuchs in den ersten drei Monaten sogar um gut ein Fünftel auf 26,4 Milliarden Euro.

Starker Player: Deutschland-Zentrale in München. (Foto: Generali Deutschland AG)
Starker Player: Deutschland-Zentrale in München.
(Foto: Generali Deutschland AG)

Der italienische Versicherungskonzern Generali, nach Axa und Allianz die Nummer drei in Europa, kann auf ein überraschend positiv verlaufenes erstes Quartal 2024 zurückblicken. Dank Zuwächsen in allen drei Sparten stand unter dem Strich ein bereinigtes Konzernergebnis von 1,12 Milliarden Euro, wie der Versicherer aus Triest in Mailand mitteilte. Das waren zwar neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, doch der damalige Rekordwert sei auf einen einmaligen Kapitalertrag aus einem Immobilienverkauf in London zurückzuführen gewesen, hieß es. Außerdem lag der aktuelle Wert etwa 15 Prozent höher als von Analysten erwartet. Die Bruttoprämien legten um mehr als 21 Prozent auf 26,4 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn wuchs um 5,5 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro, in der Leben-Sparte waren es 969 Millionen Euro, ein Plus von 4,9 Prozent.

Leben nach Plan, Schaden/Unfall gestärkt



In der Sachversicherung seien die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zwar höher gewesen als ein Jahr zuvor. Das lag vor allem an der Vorsorge für künftige Schadenzahlungen. Dass der operative Gewinn der Sparte dennoch um 2,4 Prozent auf 867 Millionen Euro stieg, verdankte der Konzern auch der Übernahme des Geschäfts von Liberty Seguros in Spanien und Portugal, das seit Februar berücksichtigt wird. Die Combined Ratio betrug 91,0 Prozent (+0,3 Prozentpunkte), undiskontiert, also ohne künftige Schadenszahlungen, verbesserte sie sich um 0,5 Punkte auf 93,7 Prozent. Der Konzern erzielte positive Nettomittelzuflüsse in der Lebensversicherung in Höhe von 2,3 Milliarden Euro, was laut Group CFO Cristiano Borean „auf unserer strategischen Entscheidung beruht, sich auf Absicherung und fondsgebundene Versicherungen zu konzentrieren – sowie auf den im Jahr 2023 realisierten wirtschaftlichen Maßnahmen”.


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