03.02.2022 Branche

Geschäftszahlen: Bayerische stolz auf Wachstum

Die Versicherungsgruppe die Bayerische vermeldet fürs Geschäftsjahr 2021 ein Plus bei Beitragseinnahmen, Kundenanzahl und Finanzkraft. Bei vielen Wachstumskennziffern liege man vor dem Markt.

Die Vorstände der Bayerischen Thomas Heigl, Dr. Herbert Schneidemann und Martin Gräfer (v. l.) konnten für 2021 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Geschäftszahlen in Aussicht stellen. (Foto: die Bayerische)
Die Vorstände der Bayerischen Thomas Heigl, Dr. Herbert Schneidemann und Martin Gräfer (v. l.) konnten für 2021 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Geschäftszahlen in Aussicht stellen.
(Foto: die Bayerische)

Im Geschäftsjahr 2021 hat die Bayerische nach eigener Aussage „wichtige Meilensteine“ bei Beitragseinnahmen, Kundenanzahl und Finanzkraft überschritten und entwickelt sich voraussichtlich deutlich besser als der Markt: Für die Gruppe insgesamt stiegen die Bruttobeitragseinnahmen auf 715 Millionen Euro (Vorjahr 620 Millionen Euro) und damit um 15 Prozent. Dabei kletterten bei der BL (die Bayerische Lebensversicherung AG) die gebuchten Beiträge um 30 Prozent 439 Millionen Euro und bei der BA (die Bayerische Allgemeine Versicherung AG) um sieben Prozent auf 190 Millionen Euro. Die Anzahl der Kunden zum Jahresende betrug den Angaben zufolge ca. 1,08 Millionen – ein Zuwachs um rund neun Prozent.

Stärkung des Eigenkapitals 

 

„Die anhaltende Pandemie, die damit verbundenen Unwägbarkeiten gerade im Kundenkontakt und die verheerende Flutkatastrophe im Sommer als größtes Schadenereignis in der Geschichte der Bayerischen – das Jahr wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Trotzdem konnte die Bayerische ihren Wachstumskurs erneut fortsetzen. Gleichzeitig konnten die Eigenmittel der Gruppe signifikant ausgebaut werden“, sagt Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe. Das Eigenkapital der Muttergesellschaft erhöht sich auf 176 Millionen Euro und damit um sieben Prozent. Die Summe des Eigenkapitals der Versicherer der Gruppe legt um 16 Prozent auf 302,8 Millionen Euro zu. Die Kapitalanlagen der Gruppe wachsen auf 5,06 Milliarden Euro und betragen inklusive der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer nun 5,66 Milliarden Euro. Die Nettoverzinsung der Muttergesellschaft beläuft sich auf 4,9 Prozent, die der BL auf 5,9 Prozent – das sei voraussichtlich wieder einen Spitzenwert im Markt. Der Jahresüberschuss der Konzernmutter sinkt allerdings voraussichtlich um rund 17 Prozent auf elf Millionen Euro.

„Widerstandsfähiges Portfolio“



Die Solvenzquoten der Lebensversicherer können dagegen wohl weiter ausgebaut werden. Die Bayerische betont besonders, dass die Konzernmutter BBVL diese ohne Übergangsmaßnahmen von 75 Prozent 2020 auf mehr als 125 Prozent 2021 steigern wird. Die prognostizierten SII-Quoten der beiden Lebensversicherer liegen 2021 bei der wachstumsstarken BL mit rund 248 Prozent auf Vorjahresniveau, bei der BBVL stieg sie auf gut 290 Prozent (2020: 234 Prozent). Als Grund für die überdurchschnittlichen Kapitalanlageerträge nennt Vorstand Thomas Heigl die diversifizierte Anlagestrategie.


Erfolg mit Nachhaltigkeit



Die Beitragssumme der nachhaltigen Markenlinie Pangaea Life stieg im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 80 Prozent auf 229 Millionen Euro, das Fondsvolumen nahm von 244 Millionen auf nunmehr 322 Millionen Euro zu. Auch konnte die Anzahl aktiver Vertriebspartner auf mittlerweile rund 700 verdoppelt werden. Für Pangaea Life stand 2021 im Zeichen der Einführung des neuen Fonds „Blue Living“, der Kunden die Möglichkeit eröffnet, vom Trend zu klimaneutralen Städten zu profitieren. Der Fonds „Blue Energy“ erzielte eine jährliche Durchschnittsrendite von 11,1 Prozent nach Fondskosten. Kunden können beide Fonds über das ebenfalls 2021 neu aufgesetzte Produkt „Pangaea Life Invest“ besparen. In diesem Jahr will die Marke mit einer neuen nachhaltigen bAV auf den Markt kommen.


„Bernd“ belastet Schaden-Kosten-Quote



Die versicherungstechnischen Ergebnisse der Komposit-Tochter BA sind deutlich von den Folgen des Sturmtiefs „Bernd“ im Juli beeinflusst. Dieses allein hat Schadenzahlungen von bisher 22 Millionen Euro ausgelöst. Die Combined Ratio netto wird voraussichtlich bei 107,7 Prozent liegen. „Die Flut hat deutlich gezeigt, dass nach wie vor zu wenige Menschen über eine Elementarabsicherung verfügen. Um die Police attraktiver und für Kunden flexibler zu gestalten, hat die Bayerische als bisher einziger deutscher Versicherer eine eigenständige Elementarschadenversicherung im Portfolio“, sagt Vorstand Martin Gräfer.


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