06.01.2022 Branche

Itzehoer wächst dank Kfz-Sparte

Die Itzehoer zählt eher zu den kleinen Versicherern in Deutschland, dafür aber zu den wachstumsstarken: Für das vergangene Jahr verzeichnet das Unternehmen nach vorläufigen Geschäftszahlen ein fünfprozentiges Wachstum – rund das Doppelte des Branchendurchschnitts.

Erfolg. Vorstandschef Uwe Ludka kann für die Itzehoer aus seiner Sicht erfreuliche Zahlen vermelden. (Foto: Itzehoer Versicherungen)
Erfolg. Vorstandschef Uwe Ludka kann für die Itzehoer aus seiner Sicht erfreuliche Zahlen vermelden.
(Foto: Itzehoer Versicherungen)

Nordlicht im Aufwind: „Unser Beitragsvolumen ist um 30 Millionen auf 644 Millionen Euro gestiegen“, so die vorläufige Bilanz von Uwe Ludka, Vorstandsvorsitzender der Itzehoer Versicherungen, zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Jahresüberschuss habe sich 2021 um knapp 80 Prozent auf 16 Millionen Euro erhöht. Wachstumstreiber bleibt der Kfz-Bereich: „Die Zahl der von uns versicherten Fahrzeuge ist um mehr als 60.000 auf über 1,1 Millionen gestiegen, der Vertragsbestand von 3,3 auf 3,5 Millionen“, berichtet Ludka.

Rechtsschutz mit deutlichem Plus

 

2018 gestartet, hat sich der Rechtsschutzbereich neben Kfz mittlerweile zur zweitwichtigsten Sparte der Itzehoer entwickelt. Die Zahl der Verträge ist 2021 um 1,5 Prozent gestiegen – was ein Beitragsplus von sechs Prozent auf 73 Millionen Euro bedeutet. Im bundesweiten Branchenvergleich belegt die Sparte damit nach eigenen Angaben Platz 17. In der Kategorie der größten deutschen Schaden-Unfallversicherer ist das Unternehmen auf Platz 28 gerückt.

Günstige Schadensbilanz, starke Finanzen

 

Von Tief „Bernd” blieb der Gegenseitigkeitsverein weitgehend verschont: „Der Schadenverlauf 2021 war für uns trotz der Flutkatastrophe erfreulich, da wir in den betroffenen Regionen nur einen geringen Sachbestand haben“, so Ludka. Der Hagelschlag Volker in Baden-Württemberg war mit gut fünf Millionen Euro Schadenbelastung das bedeutendste Naturkatastrophenereignis für die Itzehoer im Jahr 2021.

Mehr Prämien, weniger Schäden: Das spiegelt sich in der finanziellen Situation wider. Der Versicherer konnte sein Eigenkapital um über sieben Prozent auf 239 Millionen Euro steigern. Die Schwankungsrückstellungen, also die zweckgebundene Sicherheitsreserve, wurde um fast zehn Prozent auf 170 Millionen Euro erhöht.

Vier Vertriebswege als Erfolgsfaktor

 

Für 2022 rechnet Unternehmenschef Ludka mit einer Fortsetzung des Wachstums. Er führt den Erfolg vor allem auf die Strategie der vier Vertriebswege zurück: In der norddeutschen Kernregion präsentiert sich die Itzehoer mit einem dichten Netz an Vertrauensleuten, bundesweit arbeitet das Unternehmen flächendeckend mit Maklern zusammen, über Kooperationen vermitteln andere Versicherungsunternehmen die Produkte der Itzehoer, während die Kölner Unternehmenstochter AdmiralDirekt für den Online-Vertrieb verantwortlich ist.

Das stetige Wachstum macht die Itzehoer laut Ludka zu einem attraktiven Arbeitgeber: Die Zahl der Beschäftigten ist auf 845 gestiegen. Mitte des Jahres soll nach langer Bauzeit ein Erweiterungsbau am Stammsitz Itzehoe für bis zu 200 Arbeitsplätze bezugsfertig sein. 


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