19.05.2021 Branche

Nachhaltigkeitsinitiative der UN: Jetzt macht auch die Gothaer mit

Und noch einer mehr: Die Gothaer hat die „Principles for Sustainable Insurance“ der Vereinten Nationen unterzeichnet. Mittlerweile gehören der Nachhaltigkeitsinitiative fast 100 internationale Versicherer an.

Auch der Kölner Gothaer-Konzern hat sich jetzt die konkreten ESG-Kriterien der UN auf die Flagge(n) geschrieben. (Foto: Gothaer)
Auch der Kölner Gothaer-Konzern hat sich jetzt die konkreten ESG-Kriterien der UN auf die Flagge(n) geschrieben.
(Foto: Gothaer)

Das Thema ESG (Environmental, Social, Governance) wird auch für die Versicherungswirtschaft immer relevanter. Längst reichen Lippenbekenntnisse zu Nachhaltigkeitsgrundsätzen nicht mehr aus. Um glaubwürdig zu erscheinen, müssen die Unternehmen die entsprechenden Prinzipien auch in ihrer Unternehmenspolitik verankern. Der Druck kommt nicht zuletzt auch von Verbraucherseite. So legen laut einer Zurich-Studie mittlerweile gut zwei Drittel der Bundesbürger (68 Prozent) bei der Geldanlage Wert auf Nachhaltigkeit.  

UN-Agenda speziell für die Versicherungsbranche

 

Bereits im Jahr 2012 haben die Vereinten Nationen (UN) die „Principles for Sustainable Insurance“ (PSI) vorgestellt. Mit der Unterzeichnung verpflichten sich Versicherer, entlang der gesamten Wertschöpfungskette konkrete ESG-Aspekte zu berücksichtigen, also Fragen der Ökologie, der gesellschaftlichen Verantwortung und der Unternehmensführung, und in die Aktivitäten mit allen Stakeholdern einzubeziehen. Gemäß den Prinzipien setzen sich die Unternehmen individuelle Ziele und formulieren konkrete Maßnahmen. Über die Fortschritte wird regelmäßig berichtet. Der Ansatz der PSI entspricht den UN-„Principles for Responsible Investment“ für Kapitalanlagen.

Gothaer erweitert das deutsche Teilnehmerfeld

 

Inzwischen haben sich knapp 100 Versicherer aus aller Welt der Initiative angeschlossen, darunter Unternehmen aus der Schweiz, Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien und den USA. Zu den deutschen Teilnehmern zählen Schwergewichte wie die Allianz, die Munich Re und Talanx. Branchenprimus Allianz ist bereits seit 2014 dabei: „Mit unseren ESG-Leitlinien können wir nun das Risikomanagement für unsere Kunden verbessern“, kommentierte Clement B. Booth, Vorstandsmitglied der Allianz SE, seinerzeit die Unterzeichnung. Die Talanx schloss sich 2020 an und kündigte an, jährlich darüber zu berichten, inwiefern man die PSI-Prinzipien umsetzt.

Seit dem 18. Mai hat sich auch die Gothaer den ESG-Vorgaben im Rahmen der PSI verpflichtet. „Die Gothaer engagiert sich seit langem verstärkt im Bereich Nachhaltigkeit. Wir verstehen uns als Teil der Gesellschaft und sind uns unserer Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt sehr bewusst“, so Harald Epple, Finanzvorstand der Gothaer.


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